Vater von Brandopfer (†16) plant Obdachlosenheim in Italien
Giovanni Tamburi ist einer der 41 Menschen, die beim Brand in Crans-Montana starben. Sein Vater will nun zu seinen Ehren ein Obdachlosenheim errichten.

Das Wichtigste in Kürze
- Giovanni Taburi (†16) kam bei der Brandkatastrophe von Crans-Montana ums Leben.
- Nun plant sein Vater, zusammen mit der Stadt Bologna ein Obdachlosenheim zu errichten.
- Es soll nach Giovanni benannt werden.
Bei der verheerenden Brandkatastrophe in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana VS kamen 41 Menschen ums Leben. Zudem wurden 119 Personen teils schwer verletzt.
Viele der Todesopfer waren sehr junge Menschen, darunter auch der 16-jährige Giovanni Tamburi aus der italienischen Stadt Bologna.
Giovanni half Obdachlosen in Bologna
Der Vater des verstorbenen Giovanni möchte nun in Bologna eine Institution für Obdachlose errichten.
Giuseppe Tamburi traf sich vergangenen Montag mit Bürgermeister Matteo Lepore, um das Projekt zu besprechen. Darüber berichtet die italienische Zeitung «Il Resto del Carlino».
Demnach soll das Obdachlosendorf nach Giovanni benannt werden. Den Menschen zu helfen sei Giovannis Wunsch gewesen, erzählt der Vater.
Giovanni half obdachlosen Menschen auf der Strasse. Abends brachte er einem Obdachlosen Essen, ohne jemandem davon zu erzählen, nicht einmal seiner Familie.
Sie erfuhr erst nach seinem Tod von seinen guten Taten, wie die Zeitung weiter schreibt.
Ein besonderes Merkmal der Einrichtung: Obdachlose sollen ihre Hunde mitbringen dürfen. «Die Struktur muss auch für Hunde offen sein», sagt der Vater Giuseppe der Zeitung. «Wer die Einrichtung nutzt, kann seine Tiere mitbringen, ohne sich trennen zu müssen.»
Diese Regelung scheint wichtig zu sein, da viele Obdachlose ihre Haustiere nicht draussen zurücklassen wollen. Herkömmliche Unterkünfte für Obdachlose erlauben vielfach keine Tiere.
Ein kleines Dorf für Obdachlose soll entstehen
«Wir haben über das Projekt gesprochen und Ideen entwickelt», berichtet Giuseppe Tamburi der Zeitung.
Und weiter: «Es wird kein gewöhnlicher Schlafsaal, sondern ein Dorf mit kleinen Häuschen.» Nun müsse noch eine geeignete Fläche gefunden werden.
Mehrere Möglichkeiten werden geprüft. Wahrscheinlich wird das Dorf in der Nähe des Stadtzentrums entstehen. Den genauen Standort will man später festlegen.
Der Plan sieht den Bau mehrerer kleiner Häuser vor. «Vielleicht zehn für den Anfang», erklärt Giuseppe Tamburi.
Zusätzlich könnte es einen Verpflegungspunkt geben. Eine Art Mensa sei denkbar, aber noch nicht entschieden. «Wir werden die Details in Ruhe durchdenken», betont der Vater.
Die Finanzierung des Projekts erfolgt gemeinsam: Giuseppe Tamburi und die Stadtverwaltung teilen sich gemäss dem Zeitungsbericht die Kosten.
So soll Giovannis Wunsch, obdachlosen Menschen zu helfen, trotz seines frühen Todes doch noch in Erfüllung gehen.





















