Vater

Vater schickt Eltern nach Kindergeburtstag Rechnung

Nicola Wittwer
Nicola Wittwer

Niederlande,

Nach einer Geburtstagsparty für seinen Sohn fordert ein Vater bei den Eltern der anwesenden Kinder Geld ein. Die Nachricht im Klassenchat sorgt für Wirbel.

Kindergeburi
Nach einem Kindergeburi in den Niederlanden sorgt der Vater des Geburtstagskinds für Wirbel. - pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Vater fordert bei Eltern nach einer Geburiparty 1,83 Euro ein.
  • Der Grund: Er machte allen Kindern Geschenktüten und überstieg sein geplantes Budget.
  • Im Klassenchat löste die Zahlungsanforderung heftige Diskussionen aus.

Bei einem Kindergeburtstag in den Niederlanden verteilt der Vater des Geburtstags Geschenktüten. Dabei geht er aber über das Budget hinaus. Die Reaktion sorgt für Aufsehen.

Kein Scherz

«Liebe Eltern, für die heutige kleine Aufmerksamkeit habe ich etwas mehr ausgegeben als geplant. Das sind 1,83 Euro pro Kind», schreibt der Vater in den Klassenchat seines Sohns, von dessen Schulkameraden einige anwesend waren.

Die Nachricht sorgt bei den anderen Eltern für Wirbel. Eine Mutter fasst das Geschehene auf dem niederländischen Mama-Blog «Mamaplaats» zusammen.

Eine Woche zuvor habe sie im Rahmen des Geburtstags ihrer Tochter ebenfalls eine kleine Tüte für die Kinder organisiert.

«Sein Vater hatte ebenfalls eine nette Kleinigkeit organisiert, und alle schienen zufrieden zu sein. Bis am selben Abend eine Nachricht in der Klassen-App erschien.», schreibt Nova Mulder.

Sie habe die Nachricht zunächst für einen Scherz gehalten, erklärt die Mutter. «Aber nein. Unter der Nachricht erschien tatsächlich eine Zahlungsaufforderung für alle Eltern der Klasse.»

«Vergesst es einfach»

Der Chat sei daraufhin «innert Minuten explodiert». Eine Mutter habe geantwortet, sie habe noch nie gehört, dass Eltern sich an den Kosten beteiligen müssten. «Ein anderer Elternteil fragte, ob er vielleicht versehentlich die falsche Gruppe angeklickt habe.»

Doch: «Der Vater blieb dabei, dass das völlig logisch sei.»

Sein Argument: Jedes Kind würde profitieren und somit sei es fair, wenn jeder einen kleinen Teil beisteuere. «Er hatte sogar eine kleine Übersicht über die Kosten pro Posten erstellt. Ich wünschte, ich hätte mir das ausgedacht.»

Soll der Vater die 1,83 Euro einfordern?

Immer mehr Eltern sollen sich in der Folge eingemischt haben. «Einige fanden es absurd. Andere meinten, der Betrag sei so gering, dass sich niemand darüber aufregen müsse.»

Schliesslich zog der Vater die Zahlungsanfrage zurück, nachdem sich mehrere Eltern bei ihm privat gemeldet haben sollen. «Ich merke, dass nicht jeder meinen Vorschlag gut findet. Vergesst es einfach», schrieb er in den Chat.

Kommentare

User #4293 (nicht angemeldet)

Das ist die Krux, da beginnt jemand mit kleinen Geschenken am Kindergeburtstag, dies bürgert sich ein und wird nach gemacht um keine Nachteile für das eigene Kind zu generieren. Es ist wie bei Marken-Kleider, jemand beginnt und der Konkurenzkampf beginnt. Der Mensch verblödet zunehmend. Wir haben an einen Kindergeburtstag ein Pack Zeichnungspapier mitgebracht, das war der Renner, hatte niemand und konnte auch nicht nach gemacht werden, aber in der Druckerei gross geworden war dies das nächste Geschenk welches gefunden werden konnte. Vor 60 Jahren ein nicht übliches Produkt.

User #4344 (nicht angemeldet)

Wenn eine Helene Fischer pro Haushalt 4 gratis Tickets verschenkt, dann ist dieser Vater vermutlich ein Superstar?

Weiterlesen

Kindergeburtstag
61 Interaktionen
Sozialer Druck
Rom Restaurant Kinder
16 Interaktionen
Lautes «Tanti Auguri»

MEHR VATER

michigan
Acht Tote in Michigan
charlie sheens tochter
23 Interaktionen
Sami Sheen
ice
7 Interaktionen
Houston

MEHR AUS NIEDERLANDE

Formel 1 Red Bull
9 Interaktionen
Harsche Kritik
Hamilton Fittipaldi Formel 1
2 Interaktionen
Gut für Formel 1?
Formel 1 Motoren 2026
33 Interaktionen
Mehr Elektro-Power
Audi Formel 1 McNish
2 Interaktionen
Im Mittelfeld dabei