Etwas mehr Autos neu zugelassen als im Vorhalbjahr
In der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein wurden in den ersten sechs Monaten wieder etwas mehr Autos zugelassen als im ersten Halbjahr 2025. Mehr als jeder dritte Neuwagen hat einen Stecker.

Zwischen Januar und Juni 2026 wurden 116'584 neue Personenwagen in Verkehr gesetzt, wie der Importverband Auto Schweiz am Mittwoch mitteilte. Das sind 3 Prozent mehr als im schwachen Vorjahr. Alleine im Juni schossen die Neuzulassungen um mehr als 15 Prozent in die Höhe.
Dieser starke Zuwachs im Juni darf nach Angaben des Verbands aber nicht überbewertet werden, dafür sei auch ein Kalendereffekt verantwortlich. Im Vergleich zum Vorjahr fielen 2026 weniger Feiertage auf
Werktage, was mehr Verkaufstage zur Folge hatte.
Die sogenannten «Steckerfahrzeuge» machten im laufenden Jahr 36,3 Prozent der Neuzulassungen aus – im Juni lag der Wert sogar bei 40,0 Prozent. Damit kamen die reinelektrischen Personenwagen und Plug-in-Hybride erstmals an die Hybridantriebe heran. Diese kombinieren Verbrennungs- und Elektromotor und bleiben mit einem Anteil von 36,5 Prozent noch knapp die volumenstärkste Antriebskategorie.
Herkömmliche fossile Antriebe, also reine Benziner und Dieselfahrzeuge, kamen noch auf 27,2 Prozent der Neuzulassungen und verlieren weiter an Bedeutung. Das Wachstum der E-Mobilität bleibe allerdings hinter den Erwartungen der Politik zurück, urteilt der Verband.
Zur Illustration: Der Anteil der Steckerfahrzeuge am Bestand aller auf den Strassen zirkulierenden Personenwagen befinde sich erst auf einem einstelligen Prozentniveau. Für Auto Schweiz ist daher klar: Für den Umstieg auf emissionsarme Antriebe seien attraktivere Rahmenbedingungen notwendig.
Dazu gehörten etwa Steuererleichterungen auf Elektroantrieben und der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur. Zudem solle sich die Schweiz bei den CO2-Regeln möglichst eng an die EU halten und einen «Swiss Finish» vermeiden.






