Kinder zu laut: Römer Geburi-Restaurant muss 15 Tage schliessen
Ein Familienrestaurant für Geburtstagspartys in Rom muss zum zweiten Mal vorübergehend schliessen. Der Grund? Die Kinder singen zu laut «Tanti Auguri».

Das Wichtigste in Kürze
- Die Römer Behörden schliessen ein Familienrestaurant für zwei Wochen – schon wieder.
- Nachbarn beschweren sich über den Lärm bei Geburtstagspartys.
- Die Besitzer wehren sich: «Tanti Auguri» werde jeweils ja nur kurz gesungen.
Ein Familienrestaurant in Rom muss wie schon im Vorjahr vorübergehend den Betrieb einstellen.
Grund sind Beschwerden von Nachbarn, die sich ab dem Lärm stören. So etwa auch, wenn die Kinder bei einem Geburtstagsfest «Tanti Auguri» singen.
Im Juni ist nun während 15 Tagen Ruhe, wie die italienische Tageszeitung «La Repubblica» berichtet.
Besitzer reagiert: «Kein Nachtleben»
Die Anwohnenden beklagen das Geschrei der Kinder, die Musik aus einem tragbaren Lautsprecher und das «Happy Birthday»-Lied. Dieses wird jeweils beim Anschneiden der Torte angestimmt.
Die Besitzer des Betriebs im Stadtteil Monteverde verstehen die Beschwerden nicht. «Wir sprechen hier nicht von einer Diskothek, wir sprechen nicht von nächtlichem Lärm. Es gibt kein Nachtleben», sagt der Inhaber. «Es gibt nur Geburtstagsgesänge, die gerade so lange dauern, wie das Anschneiden der Torte.»
Der Konflikt mit den Nachbarn läuft seit 2024. Damals konnte eine Schliessung noch verhindert werden. Letztes Jahr dann aber nicht mehr: Im August war das Restaurant bereits zwei Wochen lang zu.
32 Mitarbeitende müssen nun während der 15 Tage zu Hause bleiben. Insgesamt rechnet der Betrieb mit einem Verlust von 200'000 Euro, der sich aus entgangenen Einnahmen und Imageverlusten zusammensetzt.
Restaurant zahlt Kindern Essen
Umso bitterer ist die Tatsache, dass im Juni sonst jeweils Hochbetrieb ist. Eine Aufschiebung der Schliessung – auch, um frische Lebensmittel zu verbrauchen – wurde nicht genehmigt.
Nun wollen die Eigentümer demonstrieren.

Bereits geplante Essen für Kinder müssen derweil an einen anderen Standort verschoben oder abgesagt werden. Als Entschädigung will das Restaurant allen teilnehmenden Kindern das Abendessen zahlen.
«Was uns am meisten schmerzt, ist nicht die Schliessung an sich», schreiben die Besitzer in einer Mitteilung. «Sondern die Tatsache, dass wir so vielen Kindern, die sich auf ihren Geburtstag oder ihr Klassenessen gefreut haben, mitteilen müssen, dass der Standort sie nicht aufnehmen kann.»















