Ursache unklar: Ein deutsches Dorf brummt – die Einwohnenden leiden

Kira Schilter
Kira Schilter

Deutschland,

Ein tiefes Brummen belästigt mehrere Einwohnende des deutschen Dorfes Nortorf. Das Phänomen ist keine Neuheit – doch die Behörden schauen weg.

Frau mit Kopfschmerzen
Ein tiefes Brummen reisst eine Frau aus Deutschland seit knapp einem Jahr immer wieder aus dem Schlaf. Das Resultat: Kopfschmerzen und Übelkeit. - pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein tiefes Brummen stört Bewohnende von Nortorf, Deutschland, seit fast einem Jahr.
  • Wo die Vibrationen ausgelöst werden, ist nicht klar.
  • Eine Einwohnerin geht der Sache auf den Grund. Unterstützung von Behörden erhält sie kaum.

1000 Euro zahlt Melanie Libbe der Person, die den Auslöser für Ihr Leiden findet. Seit letztem Sommer wacht sie nachts ständig wegen eines tiefen Brummens auf.

«Es ist, als würde das Brummen direkt in den Körper fahren. Man wird wahnsinnig davon», sagt die 49-Jährige zur «Bild»-Zeitung. Seither ist sie von Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit und gedrückter Stimmung geplagt.

«Brummton-Phänomen» ausgelöst durch Industrieanlagen

Und sie ist nicht die einzige: Mittlerweile sind es bereits über 50 Einwohnerinnen und Einwohner des deutschen Dorfes Nortorf, die sich an den Vibrationen stören. Das Dorf liegt im Bundesland Schleswig-Holstein und zählt ungefähr 7000 Einwohnende.

Es handelt sich dabei vermutlich um das «Brummton-Phänomen», auch «Infraschall-Phänomen» genannt. Die Frequenz des Geräusches ist dabei so tief, dass sie bereits im Infraschall-Bereich liegt.

Laut dem Institut für Wirtschaft und Umwelt sind bis zu zwei Prozent der Bevölkerung von dem Brummen betroffen. Ursachen gibt es verschiedene. Oft sind es technische Quellen, zum Beispiel Transformatoren oder Industrieanlagen in der Nähe.

Das vermutet auch Melanie Libbe. Sie sprach mit Unternehmen in der Region, doch ohne Erfolg: Der Auslöser bleibt unbekannt.

Vom zuständigen Landesamt seien Messungen vorgenommen worden, erklärt Bürgermeister Torben Ackermann bei der «Bild». «Diese haben bestätigt, dass es ein Geräusch gibt, welches aber deutlich unterhalb des vorgeschriebenen Grenzwertes liegt.»

Bist du vom Brummton-Phänomen betroffen?

Libbe muss also weitersuchen. Dabei wird sie von Behörden im Stich gelassen – jetzt setzt sie mit den 1000 Euro auf Belohnungsstrategie. «Ich will einfach nur, dass dieses Geräusch aufhört», sagt sie.

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Kommentare

User #2146 (nicht angemeldet)

Beschämend was hier als Journalismus verkauft wird. Bild lesen und abtippen. Es wurde anscheinend nicht mal Nortorf gegoogelt, da man auf Wikipedia klar erkennt das es eine Stadt ist und kein Dorf (ja eine sehr kleine Stadt, aber wie gesagt, man verkauft diese Schmiererei hier als Journalismus. Persönlich würd ich mich ja schämen wenn meine Kinder sowas als Hausaufgabe abgeben.).

User #4191 (nicht angemeldet)

Ein Kommentator hatte es schon erwähnt: Infraschall, verursacht durch Windkraftanlagen (die nur dann arbeiten, wenn der Wind weht) oder Hochfrequenzmasten (Mobilfunkmasten). Schaut mal, ob Ihr diese Masten bzw. Anlagen (neu) in Eurer Umgebung habt ... im Umkreis bis zu einigen km. Viel Erfolg! Gründet eine Bürgerinitiative, damit Ihr für Eure Gesundheit etwas bewirken könnt!

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