Ukrainischer Oligarch in Deutschland verhaftet – gut für Joe Biden?

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    DPA, Florian Stuber

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    In Deutschland wurde ein ukrainischer Oligarch festgenommen. Der Mann soll belastendes Material gegen Hunter Biden, den Sohn von Joe Biden, besitzen.

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    Der ukrainische Oligarch Olexandr Onyschtschenko wurde in Deutschland festgenommen. - Screenshot YouTube/TCH

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Deutschland wurde der ukrainische Oligarch Olexandr Onyschtschenko festgenommen.
    • Grund dafür ist ein Auslieferungsantrag der ukrainischen Justiz.
    • Er hatte zuletzt behauptet, er habe belastendes Material gegen Joe Biden.

    Ein ukrainischer Oligarch ist einem Medienbericht zufolge im deutschen Bundesland Niedersachsen festgenommen worden. Grund sei ein Auslieferungsersuchen der ukrainischen Justiz, die Olexandr Onyschtschenko Korruption vorwerfe, berichtete das Nachrichtenportal t-online.de am Freitag.

    Die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg, Carolin Castagna, bestätigte der Deutschen Presse-Agentur: Ein ukrainischer Staatsbürger sei am 28. November festgenommen worden.

    Gegen den Mann, dessen Namen sie nicht nennen könne, liege ein Auslieferungsantrag der Ukraine vor. Dieser Antrag werde nun von der Generalstaatsanwaltschaft geprüft. Den Anwälten des Betroffenen sei rechtliches Gehör gewährt worden.

    Belastendes Material gegen Sohn von Joe Biden?

    Olexandr Onyschtschenko gilt als Unterstützer des US-Präsidenten Donald Trump. Zuletzt hatte er behauptet, belastendes Material gegen Hunter Biden und den ukrainischen Gaskonzern Burisma in der Hand zu haben.

    Anfang November hatte der Oligarch einer unbekannten rechts-gerichteten Seite gesagt, Hunter Biden habe abseits der offiziellen Buchführung Millionen bekommen. Hunters Vater Joe Biden ist ein politischer Widersacher Trumps und aussichtsreicher Kandidat der Demokraten für die Präsidentschaftswahl 2020.

    joe biden hunter
    Ex-US-Vize Joe Biden mit seinem Sohn Hunter. Das Team um Donald Trump wirft Joe Biden vor, dass er seinen Sohn vor Korruptionsermittlungen schützen wollte. - Keystone

    Die Demokraten werfen Trump Amtsmissbrauch vor: Er soll seinen ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj unter Druck gesetzt haben, um Ermittlungen gegen Biden zu erwirken. Deswegen haben sie ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet.

    Schon 2016 aus Ukraine geflohen

    Ukrainischen Medienberichten zufolge sei der 50-Jährige schon 2016 aus der Ukraine zunächst nach Spanien geflohen. Dies, nachdem ihm Betrug und Geldwäsche bei Gasgeschäften in Millionenhöhe vorgeworfen wurde. Später lebte er unter anderem in Deutschland.

    Der Ex-Parlamentsabgeordnete hatte ukrainischen Medienberichten zufolge vor, im Dezember in sein Heimatland zurückzukehren. Die Festnahme in Deutschland sei auf ein Gesuch der ukrainischen Antikorruptionsstaatsanwaltschaft erfolgt, berichteten örtliche Medien am Freitag. Im Exil veröffentlichte der Millionär ein Buch, in dem er dem ukrainischen Ex-Präsidenten Petro Poroschenko Korruption in grossem Stil vorwarf.

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