Börse zwischen Öl und Politik – Dax dreht ins Minus

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Deutschland,

    Die Börse startet verhalten: Der Dax rutscht nach anfänglichen Gewinnen ins Minus, während der Euro unter 1,12 Dollar fällt.

    Börse Dax
    Die Börse steht zum Wochenstart unter dem Einfluss von Ölpreisen, Anleiherenditen und politischer Unsicherheit. (Symbolbild) - afp

    An der Börse legte der Dax zum Auftakt der neuen Handelswoche zunächst zu und übersprang die Marke von 25'000 Punkten. Der «Tagesschau» zufolge lag der Leitindex zum Handelsstart 0,2 Prozent bei 25'280 Punkten im Plus.

    Wenig später drehte der deutsche Leitindex ins Minus und verlor zuletzt 0,1 Prozent. Auch der MDax und der EuroStoxx 50 wechselten nach einem festen Start in die Verlustzone.

    Laut «finanzen.net» notierte der Dax um 9:11 Uhr bei 25'271,32 Punkten. Das Tageshoch lag bei 25'288,43 Punkten, während das Tagestief zunächst 25'243,91 Punkte erreichte.

    Politische Unsicherheit belastet die Börse

    Für Bewegung sorgten auch die angekündigten Neuwahlen in Spanien. Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte sie nach Abstimmungsniederlagen im Parlament für den 29. November angekündigt.

    Das «Manager Magazin» berichtet, dass Umfragen eine mögliche Koalition der konservativen Volkspartei PP mit Vox nahelegen. Damit könnte erstmals seit dem Ende der Franco-Diktatur eine rechtspopulistische Partei an einer Regierung beteiligt sein.

    Wird der Euro deiner Meinung nach weiter an Wert verlieren?

    Nach dem Rekordhoch von 26'618 Punkten Ende August geriet der Dax zuletzt unter Druck. Steigende Ölpreise und höhere Anleiherenditen belasteten dabei die Aktienkurse.

    Börse: Euro-Talfahrt setzt sich fort, politische Unsicherheit belastet

    Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank verwies laut dem «Manager Magazin» auf die zunehmende politische Unsicherheit. Internationale Investoren würden deshalb zunehmend Abstand von europäischen Aktien nehmen.

    Der Euro setzte seine Talfahrt am Montag fort und fiel zeitweise auf 1,1161 Dollar. Damit kostete die Gemeinschaftswährung erstmals seit Mai 2025 weniger als 1,12 Dollar.

    Seit Mitte August hat der Euro mehr als fünf Cent verloren. Im Januar hatte die Gemeinschaftswährung zeitweise noch über 1,20 Dollar notiert.

    US-Renditen und politische Unsicherheit belasten Märkte und Börse

    Als Gründe für die jüngsten Verluste gelten unter anderem gestiegene Renditen amerikanischer Staatsanleihen. Diese lenkten Kapitalströme zuletzt stärker in die USA, während Sorgen um die Anleihemärkte Frankreichs und Italiens den Euro belasteten.

    Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners sagte der «Tagesschau» zufolge, Anleger entzögen dem Euro zunehmend das Vertrauen. Für Exportunternehmen sei die schwächere Gemeinschaftswährung grundsätzlich positiv, die politische Unsicherheit bereite Investoren jedoch Sorgen.

    Aktie Börse
    An der Börse bleibt die Stimmung angesichts des schwachen Euro und hoher Ölpreise angespannt. (Symbolbild) - keystone

    Auch die Entwicklung am Ölmarkt bleibt für die Börse relevant. Der Brent-Preis lag am Montag bei rund 101,23 Dollar je Barrel und damit unter dem September-Hoch von knapp 110 Dollar.

    Opec+ hält Förderung stabil, Telekom setzt auf KI-Strategie

    Die Opec+-Staaten wollen ihre Förderziele im November nicht erhöhen. Saudi-Arabien, Russland und fünf weitere Länder lassen ihre Produktionslimits damit den zweiten Monat in Folge unverändert.

    Bei den Einzelwerten standen laut «finanzen.net» unter anderem Continental, SAP und Symrise auf der Gewinnerseite. QIAGEN, Siemens Healthineers, Zalando, adidas und Vonovia gehörten dagegen zu den schwächeren Dax-Werten.

    Auch die Deutsche Telekom rückte der «Tagesschau» zufolge mit ihrer KI-Strategie in den Fokus der Börse. Das Unternehmen erwartet demnach bis 2030 Einsparungen von 2,5 Milliarden Euro gegenüber 2023.

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