Ukraine Krieg

    Ukraine-Krieg vermeidbar? Studie liefert brisante These

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Lausanne,

    Eine neue Studie zeigt ein mögliches alternatives Szenario zum Ukraine-Krieg. Frühzeitige Drohungen hätten demnach Russlands Handlungen verändern können.

    Putin russland
    Hätten ihn frühzeitige Sanktions-Androhungen davon abgehalten, die Ukraine anzugreifen? Russlands Präsident Wladimir Putin. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine Studie sieht Sanktionen gegen Russland schon 2021 als mögliche Abschreckung.
    • Das Modell testet, ob frühe harte Drohungen Moskaus Kalkül verändert hätten.
    • Glaubwürdige Sanktionen hätten laut der Studie den Preis der Eskalation erhöht.

    Hätte der Ukraine-Krieg verhindert werden können? Eine neue Studie von Schweizer Forschenden legt nahe: Ja, möglicherweise – mit einer frühzeitigen und glaubwürdigen Drohung harter Wirtschaftssanktionen.

    Die Forschenden hätten mithilfe einer computergestützten Modellierung ein «kontrafaktisches» Experiment durchgeführt, teilte der Schweizerische Nationalfonds (SNF) am Dienstag mit.

    Dabei sei eine virtuelle Welt kreiert worden, die als Vergleich zur realen Welt diene. Die Studie wurde von Mathias Thoenig von der Universität Lausanne geleitet und vom «Centre for Economic Policy Research» veröffentlicht.

    Hätte der Westen schon 2021 gedroht ...

    Das Modell verglich den tatsächlichen Verlauf der Ereignisse mit einem hypothetischen Szenario. In diesem hätte der Westen Russland bereits 2021 mit Sanktionen gedroht, als die russischen Truppen an der ukrainischen Grenze aufmarschierten.

    Zu den simulierten Massnahmen zählten die Beschränkung des Zugangs zu internationalen Finanzdienstleistungen sowie Exportverbote für sensible Technologien.

    Hättest du 2021 damit gerechnet, dass Russland die Ukraine angreift?

    Die Analyse sollte zeigen, ob eine solche Drohung die strategischen Berechnungen Moskaus hätte verändern können.

    Als Datengrundlage dienten historische Informationen über internationale Konflikte sowie detaillierte Angaben zu globalen Wertschöpfungsketten.

    Weniger Handel, geringere Abschreckung

    Die Studie stützte sich auf die These des «sanften Handels». Demnach senken enge Handelsbeziehungen das Risiko von Kriegen, da die potenziellen Verluste für alle Seiten steigen.

    Wirtschaftssanktionen nutzten diese Verflechtungen, um die Kriegskosten für einen Aggressor zu erhöhen.

    Die Simulationen zeigten, dass die Annexion der Krim 2014 die Spannungen massgeblich beeinflusste. Die Ukraine begann danach, ihre Handelsabhängigkeit von Russland zu reduzieren und sich wirtschaftlich stärker nach Europa auszurichten.

    Diese Strategie hatte jedoch einen paradoxen Effekt: Die schwächeren Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern reduzierten auch die potenziellen Verluste, die Russland bei einem Krieg riskierte.

    Eine glaubhafte Drohung mit schweren Sanktionen hätte den russischen Machthabern laut der Studie klarmachen können: Der wirtschaftliche Preis einer Eskalation würde dennoch hoch sein.

    Kommentare

    User #2785 (nicht angemeldet)

    Der Westen dürfte keine NATO- Erweiterung führen, was von Russland als Bedingung für Deutschland - Vereinigung gestellt wurde, aber Westen hält auf keine Verträge und bereitet sich auf einen Krieg mit Russland vor.

    User #4998 (nicht angemeldet)

    Russland ist das beste Land der Welt mit glitzernder Zukunft,dass viel bessere Zukunft als der Westen hat.

    Weiterlesen

    12 Interaktionen
    St. Petersburg
    Proteste
    Universität Lausanne

    MEHR IN NEWS

    Eine mexikanische Flagge weht im Wind.
    Puerto Vallarta
    Schule
    6 Interaktionen
    BFS-Prognose
    Home24 XXXLutz
    8 Interaktionen
    Brüssel
    Unicef
    9 Interaktionen
    Viele Kinder

    MEHR UKRAINE KRIEG

    142 Interaktionen
    Ukraine-Krieg
    russland ukraine
    11 Interaktionen
    Wegen Oligarchen
    Robert Fico slowakischer Ministerpräsident
    74 Interaktionen
    Bratislava
    Trump
    84 Interaktionen
    Ukraine-Krieg

    MEHR AUS LAUSANNE

    Koffer
    175 Interaktionen
    Drogen
    swisslos
    10 Interaktionen
    Lausanne
    25 Interaktionen
    Lausanne
    CHUV
    25 Interaktionen
    Suspendiert!