Russland beschiesst im Ukraine-Krieg das Stahlwerk Azovstal bei Mariupol wohl doch wieder. Zuletzt hiess es, man wolle die Fabrik nur blockieren.
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Rauch über dem Asowstal-Stahlwerk in Mariupol. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ukrainischen Angaben zufolge wird das Stahlwerk in Mariupol wieder beschossen.
  • Russische Streitkräfte hätten mit einem Angriff aus der Luft begonnen.
  • Im Stahlwerk befinden sich rund 1500 ukrainische Kämpfer und 1000 Zivilisten.

Das Stahlwerk Azovstal in Mariupol wird im Ukraine-Krieg gemäss ukrainischen Angaben wieder beschossen. Der Angriff auf den Fluchtpunkt ukrainischer Soldaten und Kämpfer des Azow-Regiments sei wieder aufgenommen.

Selenskyj-Berater Olexij Arestowytsch erklärte im Fernsehen, russische Streitkräfte hätten das Stahlwerk zuerst aus der Luft angegriffen. In der Folge hätten sie die Fabrik stürmen wollen.

Ukraine-Krieg: Ukrainische Truppen «starten Gegenangriffe»

«Der Feind versucht, den letzten Widerstand der Verteidiger von Mariupol zu ersticken.» Die ukrainischen Soldaten würden jedoch ihre Positionen halten und «sogar Gegenangriffe starten». Die Angaben sind nicht überprüfbar.

Neben den rund 1500 ukrainischen Kämpfern sollen sich auch circa 1000 Zivilisten im Stahlwerk Azovstal befinden.

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In dem im Ukraine-Krieg hart umkämpften Stahlwerk Asowstal harren wohl noch einige tausend Menschen aus. - Keystone

Am Donnerstag ordnete Wladimir Putin noch an, das Gelände nicht zu erstürmen. Stattdessen sollte es nur blockiert werden, um eigene Verluste zu vermeiden. Zuvor war die Hafenstadt am Asowschen Meer als erobert deklariert worden.

Waffenruhe am Samstagmittag geplant

Am Samstag sollte um 12 Uhr Ortszeit (11 Uhr MESZ) sollte eine Waffenruhe für die Evakuierung von verbliebenen Zivilisten aus der weitgehend zerstörten Stadt mit einst 440'000 Einwohnern einsetzen. Dazu gab es zunächst keine Informationen.

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