In Mariupol müssen Bewohner ihr Wasser an zentralen Stationen abholen. Von Mega-Bildschirmen wird ihnen dazu noch Putin-Propaganda zum Ukraine-Krieg serviert.
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Ukraine-Krieg: Zivilisten stehen nach der Eroberung durch die Russen in der Stadt Mariupol für Trinkwasser an. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In Mariupol wurden zwölf riesige Bildschirme an öffentlichen Orten installiert.
  • Sie sollen der Information der Bürger dienen, verbreiten aber vor allem Russen-Propaganda.

In Mariupol haben russische Truppen im Ukraine-Krieg mindestens zwölf 75 Zoll grosse Bildschirme installiert. Sie sollen «der Information» der Bevölkerung dienen. Dies teilte der Berater des Bürgermeisters von Mariupol, Petr Andryushchenko, mit. So soll den Bewohnern von Mariupol über die «Verbrechen der ukrainischen Armee» berichtet werden.

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Menschen stehen in Mariupol vor einem grossen Bildschirm, auf dem Russland Propaganda zeigt. - Twitter/@InfoResist

In Tat und Wahrheit verbreiten sie vor allem Russen-Propaganda. Die Bildschirme stehen an öffentlichen Orten, wo regelmässig viele Menschen passieren: an Punkten für humanitäre Hilfe oder Trinkwasserstellen. Gespielt werden laut Informationen des «Guardian» russische Fernsehnachrichten.

Die Bilder aus Mariupol sorgten in den vergangenen Monaten im Ukraine-Krieg weltweit für Entsetzen. Die Stadt mit einst fast 500'000 Einwohnern galt wochenlang weltweit als Symbol des ukrainischen Widerstandes gegen Russland. Hunderte Zivilisten und rund 2000 Soldaten hatten sich in einem Stahlwerk in der Stadt verbarrikadiert.

Erst am 20. Mai hat das ukrainische Militär die verbleibenden Kämpfer des Asow-Regiments angewiesen, die Verteidigung der Stadt aufzugeben.

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