Immer wieder berichtet der Reporter Sascha Kots über die russischen Truppen im Ukraine-Krieg. Offenbar schauen auch die Ukrainer bei seinen Schaltungen mit!
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Der russische Reporter Sascha Kots berichtete unter anderem über einen russischen Luftangriff auf Sjewjerodonezk. - Screenshot Twitter/@gerashchenko_en

Das Wichtigste in Kürze

  • Mehrmals haben Ukrainer kurz nach den Beiträgen von Kots russische Truppen angegriffen.
  • Dabei musste Putins Armee herbe Verluste einstecken.
  • Der Reporter scheint versehentlich relevante Informationen über die Standorte zu verraten.

Der russische Reporter Sascha Kots berichtet für die «Komsomolskaja Prawda» hautnah vom Ukraine-Krieg. Doch für russische Truppen scheint der «Spezialkorrespondent» ein schlechtes Omen zu sein.

Denn: Auf sozialen Medien werden immer mehr Fälle dokumentiert, bei denen Russlands Armee kurz nach seinen Beiträgen herbe Verluste einstecken musste.

Zu den zwei verheerendsten Fällen gehören offenbar einerseits die Zerstörung der «Orsk» im Hafen von Berdjansk. Und andererseits die Bombardierung einer Artillerieeinheit bei Sjewerjodonezk.

Die ukrainische Armee hatte beide Angriffe kurz nach Beiträgen von Kots durchgeführt. Diese hatte der Kriegsberichterstatter zuvor per Video veröffentlicht.

Versehentlich wichtige Informationen im Ukraine-Krieg verraten

Da Russland im Ukraine-Krieg allgemein herbe Verluste zu verzeichnen hat, könnte dies reiner Zufall sein. In den sozialen Medien scherzen Nutzer aber bereits, dass Kots ein Unglücksengel der russischen Armee sei.

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Sascha Kots veröffentlichte Bilder von einer Artillerieeinheit in Sjewerjodonezk. Kurz danach gab es einen ukrainischen Angriff auf die Truppe.
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Ein Satellitenbild von Maxar Technologies zeigt am 25. März 2022 das in Flammen stehende Schiff «Orsk» im Hafen von Berdjansk.
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Das russische Schiff «Orsk» wurde kurz nach einem Beitrag von Kots getroffen.
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Immer wieder veröffentlicht der russische Reporter Sascha Kots Bilder von russischen Truppen im Ukraine-Krieg auf sozialen Medien.

Tatsächlich dürfte mehr als nur reiner Zufall hinter den unmittelbaren Angriffen nach seinen Beiträgen stecken. Denn Kots scheint immer wieder versehentlich relevante Informationen über die Standorte der russischen Truppen zu verraten.

Berichte wie jene von Kots verfolgt die ukrainische Seite nämlich sehr genau. Und dieser liefert ihnen anscheinend wesentliche Informationen für mögliche Angriffe.

Gleichzeitig ist die ukrainische Seite sehr bedacht darauf, solche Beiträge auf eigener Seite zu verhindern. Die ukrainische Armee hat die Bevölkerung mehrmals dazu aufgerufen, möglichst keine Beiträge über ukrainische Soldaten in sozialen Medien zu veröffentlichen. Damit sollen Angriffe von russischen Truppen nicht zusätzlich erleichtert werden.

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