Selenskyj stichelt gegen Russland – zu viele Drohnen in Moskau

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Türkei,

    Am Nato-Gipfel in Ankara macht Selenskyj einen Witz über Moskau – und verweist dabei auf die vielen ukrainischen Drohnen über der russischen Hauptstadt.

    Trump Selenskyj verhandlungen
    Europa fürchtet, bei Verhandlungen über die Ukraine übergangen zu werden. - keystone

    Beim Treffen mit US-Präsident Trump am Rande des Nato-Gipfels in Ankara erlaubte sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einen Seitenhieb.

    Als Trump fragte, ob er für Friedensgespräche nach Moskau reisen würde, antwortete er spöttisch: «Das ist schwierig. Es gibt viele ukrainische Drohnen dort», berichtet der «Tagesspiegel».

    Glaubst du, dass ukrainische Drohnenangriffe auf Moskau den Druck auf Putin erhöhen?

    Trump hatte seinerseits erklärt, er habe Putin bereits abgeraten, das Treffen in Moskau abzuhalten. Er habe sich dabei in Selenskyjs Lage versetzt.

    Moskau immer häufiger im Visier

    Die Ukraine hat ihre Drohnenangriffe auf russische Ziele in den vergangenen Monaten deutlich ausgeweitet. Das Land nimmt dabei auch Moskau vermehrt ins Visier, wie das «ZDFheute» berichtet.

    Vor dem Nato-Gipfel steuerten nach Angaben von Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin mehr als 430 Drohnen die russische Hauptstadt an.

    Die meisten seien weit vor dem Stadtgebiet abgefangen worden, schrieb Sobjanin bei Telegram. Das russische Verteidigungsministerium meldete landesweit 452 abgefangene Drohnen in 17 Regionen in einer einzigen Nacht.

    Russland kämpft mit Spritmangel

    Die Angriffe zeigen wirtschaftliche Wirkung. Mit Drohnenschlägen gegen Raffinerien hat die Ukraine eine Treibstoffkrise in Russland ausgelöst, berichtet «T-Online».

    Russland verhängte daraufhin ein Exportverbot für Diesel. Kreml begann gleichzeitig mit dem Import von Kraftstoff, um Engpässe im Inland zu bekämpfen.

    Russlands Vizeregierungschef Alexander Nowak erklärte laut «T-Online», der Dieselexport sei verboten worden, um den Binnenmarkt zu stärken. Vor russischen Tankstellen stehen Autofahrer seither teils in kilometerlangen Schlangen.

    Nato sagt Milliarden zu

    Trump zeigte sich trotz Selenskyjs Stichel überzeugt, dass Gespräche zwischen Kiew und Moskau kommen werden. «Etwas Positives wird passieren», sagte er vor Journalisten in Ankara, berichtet «T-Online».

    Selenskyj moskau
    Mit einem knappen Witz über ukrainische Drohnen in Moskau liess Selenskyj am Nato-Gipfel aufhorchen. - keystone

    Die Ukraine erhielt die Zusage von 70 Milliarden Euro Militärhilfe für dieses Jahr, wie der «Tagesspiegel» berichtet. Das entspricht etwa 64,4 Millionen Franken.

    Zusätzlich kündigten die Nato-Staaten neue Rüstungsverträge im Umfang von mehr als 50 Milliarden US-Dollar an. Das sind etwa 40,3 Milliarden Franken.

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    Kommentare

    User #3261 (nicht angemeldet)

    Wenn ich täglich die Schlagzeilen der westlichen Medien lese, vor allem Blick, müsste Russland schon längst zerstört sein. Ist es aber nicht. Übrigens soviel ich weiss ist der Dombas immer noch besetzt von Russlsnd. Und Herr Selenzkyj ist sowieso die ganze Zeit irgendwo in Europa und schlägt sich den Bauch voll,während sein Volk draufgeht. Toller Held!

    User #2962 (nicht angemeldet)

    Die Drohnen auf kiev. Sind auch ein Zeichen das Putin auch Drohnen auf Moskau erwartet....

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