Vor einem geplanten Milliardenauftrag für neue Schützenpanzer hat die tschechische Armee mit der Erprobung von drei verschiedenen Modellen begonnen.
Mehrer Schützenpanzer «Marder» stehen nach ihrer Verschiffung für das Grossmanöver der Nato in Norwegen «Trident Juncture» in einem RoRo-Schiff für den Abtransport zum Hafengelände von Fredrikstad bereit.
Mehrer Schützenpanzer «Marder» stehen nach ihrer Verschiffung für das Grossmanöver der Nato in Norwegen «Trident Juncture» in einem RoRo-Schiff für den Abtransport zum Hafengelände von Fredrikstad bereit. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Tschechien erprobt derzeit drei Typen von Schützenpanzern.
  • Vor dem definitiven Milliardenauftrag sollen die Modelle unter die Lupe genommen werden.

Vor einem geplanten Milliardenauftrag für neue Schützenpanzer hat die tschechische Armee mit der Erprobung von drei verschiedenen Modellen begonnen. Jeweils ein Lynx des deutschen Unternehmens Rheinmetall sowie ein CV90 und ein Ascod trafen am Donnerstag im südmährischen Vyskov ein. Am dortigen militärtechnischen Institut sollen die Fahrzeuge im Praxiseinsatz auf Herz und Nieren geprüft werden.

210 neue Schützenpanzer für Prag

Die Regierung in Prag plant, für insgesamt rund zwei Milliarden Euro 210 moderne Schützenpanzer zu bestellen. Sie sollen veraltete Fahrzeuge sowjetischer Konstruktion ersetzen. Der Lynx von Rheinmetall Landsysteme wird bereits von Ungarn beschafft.

Das Combat Vehicle 90 (CV90) des britischen Konzerns BAE Systems wird in Schweden produziert. Der Ascod ist eine österreichisch-spanische Koproduktion von General Dynamics.

Verteidigungsminister Lubomir Metnar räumte ein, dass das Beschaffungsprojekt durch die Corona-Krise verzögert worden sei. Mit der Auslieferung wird nun frühestens 2023 bis 2027 gerechnet.

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