Strand-Zoff: Sardinien verbietet Sonnenschirme – Badegäste spotten

Simon Ulrich
Simon Ulrich

Italien,

Am Strand Punta Molentis dürfen viele Besucher keinen Schirm mehr aufstellen. Erlaubt ist es nur Familien mit kleinen Kindern und Senioren.

Sardinien
Punta Molentis liegt in einem Schutzgebiet und kostet nun 10 Euro Eintritt. Die neuen Regeln sorgen auf Sardinien für Spott. - pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein sardinischer Strand verbietet vielen Gästen Sonnenschirme bis Ende Oktober.
  • Erlaubt sind sie nur Familien mit kleinen Kindern und Menschen ab 65.
  • Die Gemeinde will so nach einem Brand Natur und Strand besser schützen.

Am Strand Punta Molentis in Sardinien dürfen viele Besucherinnen und Besucher keine Sonnenschirme mehr aufstellen.

Die Gemeinde Villasimìus erlaubt dies nur noch Familien mit Kindern unter zehn Jahren sowie Menschen über 65 Jahren. Für alle anderen zwischen 10 und 65 Jahren gilt das Verbot bis Ende Oktober, wie die Zeitung «La Repubblica» berichtet.

Gemeinde will Schutzgebiet besser bewahren

Die Regel ist Teil neuer Schutzmassnahmen für den öffentlichen Strand an der Südostküste Sardiniens. Punta Molentis liegt in einem Schutzgebiet und war seit Juli nach einem verheerenden Brand geschlossen. Laut Gemeinde sollen strengere Regeln helfen, die Natur zu bewahren.

Wer den Strand betreten will, muss zudem 10 Euro zahlen. Pro berechtigter Familie ist nur ein Sonnenschirm erlaubt. Auch Pavillons, Zelte und andere Schattenspender sind verboten.

Die Massnahme sorgt für Spott und Ärger. Auf Facebook fragt ein User: «Muss ich mir nun ein Kind mieten, um einen Sonnenschirm aufzustellen?» Andere kündigen an, den Strand zu meiden und an Orte auszuweichen, wo sie sich besser vor der Sonne schützen können.

Private Strandclubs werden immer teurer

Italien streitet seit Jahren über den Zugang zu Stränden. Viele öffentliche Strände sind überfüllt, während private Strandclubs immer teurer werden.

Würdest du einen Strand mit Sonnenschirm-Verbot besuchen?

Laut der Verbraucherschutzorganisation Altroconsumo sind die Kosten für zwei Liegen und einen Sonnenschirm in privaten Anlagen in den letzten fünf Jahren um 24 Prozent gestiegen. Allein im letzten Jahr betrug der Anstieg sechs Prozent.

Auch andernorts reagieren Behörden. Am Strand von Jesolo bei Venedig wurde die Zahl der Liegen- und Sonnenschirmplätze um 20’000 reduziert. Ziel der Massnahme ist es, mehr Abstand zwischen den Besucherinnen und Besuchern zu schaffen.

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Kommentare

User #5947 (nicht angemeldet)

Vermutlich muss man Urlaub in diesem Land wollen...

User #3125 (nicht angemeldet)

Politiker tun was Politiker eben tun. Gesetze erlassen welche es dem lieben Cousin erlaubt Geld zu verdienen

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