SPD und FDP haben ihre ersten Sondierungen über eine mögliche Regierungsbildung nach der Bundestagswahl als konstruktiv bezeichnet. Man sei sich bewusst, dass es nach 16 Jahren der Kanzlerschaft von Angela Merkel (CDU) grossen Veränderungsbedarf gebe, sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil nach gut zweistündigen Beratungen am Sonntag in Berlin. Es sei global etwa über Klimaschutz, Digitales, Staatsmodernisierung und aussenpolitische Fragen geredet worden. «Es war konstruktiv und sehr sachlich.»
Sondierungsgespräche SPD FDP
Lars Klingbeil (SPD, r), Generalsekretär, und Volker Wissing (FDP), Generalsekretär, kommen zu einem Pressestatement nach Sondierungsgesprächen zwischen der SPD und FDP. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • FDP-Generalsekretär Volker Wissing sagte, in einem konstruktiven Miteinander seien ernste Themen besprochen worden.

Klar sei, dass inhaltliche Positionen «in wesentlichen Punkten» auseinander lägen. Er bekräftigte den Anspruch seiner Partei, eine «Reformregierung» zu bilden. Eine abschliessende Bewertung zum weiteren Vorgehen wolle die FDP vornehmen, wenn alle bilateralen Gespräche geführt seien.

Die SPD-Delegation wollte im Anschluss auch erstmals direkt mit den Grünen zusammenkommen. Für den Abend war ausserdem eine erste Sondierung zwischen CDU, CSU und FDP angesetzt, um die Chancen für ein mögliches schwarz-grün-gelbes Bündnis auszuloten.

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