Die spanische Regierung hat ein Zukunftsprojekt präsentiert, das längerfristig unter anderem ein Verbot von Kurzflügen, die Einführung der 35-Stunden-Arbeitswoche sowie Gebühren für die Nutzung von Privatwagen vorsieht. «In den nächsten Wochen und Monaten wird Spanien einen grossen nationalen Dialog aufnehmen», der für alle Gesellschaftsakteure und Institutionen offen sein werde, sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Donnerstag bei der Vorstellung des Planes «España 2050» in Madrid.
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Pedro Sanchez, Ministerpräsident von Spanien. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Spanien werde im Jahr 2050 «effizienter, digitaler, grüner und gerechter» sein, versicherte der sozialistische Politiker.

Das Projekt der Regierung für die kommenden drei Jahrzehnte beinhaltet 50 Ziele und neun «Hauptherausforderungen», darunter die Erreichung der Kimaneutralität, die Reduzierung der Armut und der sozialen Ungleichheit um mindestens 50 Prozent, die Modernisierung des Arbeitsmarktes und die Stärkung des Wohlfahrtsstaates.

Umweltschützer lobten das Vorhaben, die konservative Opposition äusserte aber scharfe Kritik. Sánchez wolle mit seinem Projekt von den aktuellen Problemen ablenken, sagte der konservative Oppositionsführer Pablo Casado. Der Regierungschef beleidige ob der dringenden aktuellen Probleme «die Intelligenz der Spanier». Die Bürger wollten Lösungen für wichtige Themen wie etwa Arbeitslosigkeit und Migrationskrise, sagte Casado.

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