«Zu fancy»: Deutscher TV-Experte von Luxus-Essen bei Swiss überfordert
Zum ersten Mal in seinem Leben fliegt Der deutsche TV-Experte Björn Werner First Class mit der Fluggesellschaft Swiss. Das ist ihm zu schick.
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Das Wichtigste in Kürze
- Der Ex-NFL-Spieler Björn Werner ist TV-Experte beim Superbowl.
- Dazu flog der Deutsche erstmals First Class mit Swiss in die USA.
- Das Menü an Bord war ihm aber zu schick - er hätte lieber einen Burger.
- Die Swiss sagt, wie er nächstes Mal einen kriegt.
In der Nacht auf Montag (0.30 Uhr) ist es so weit: Die New England Patriots (jahrelang das Team von Tom Brady) treffen im Superbowl auf die Seattle Seahawks.
Für das deutschsprachige Publikum ist das meist verfolgte Sport-Ereignis der Welt im Free-TV auf RTL zu sehen. Am Mikrofon kommentieren unter anderem «Coach» Patrick Esume und der ehemalige NFL-Spieler Björn Werner.
Letzterer ist mittlerweile auch in San Francisco angekommen. Doch die Reise lief nicht ganz wie geplant.
Weil sein Flug aus Deutschland gecancelt wurde, nahm der Berliner den Umweg via Zürich nach Kalifornien. Werner fliegt mit der Swiss – und zum ersten Mal in seinem Leben «First Class».

Dass sein eigentlicher Flug abgesagt wurde, sei «das Beste, was mir passieren konnte», so der einstige «First-Round-Pick» des Teams «Indianapolis Colts». «Absolut absurd, was das für ein Erlebnis ist», berichtet er nach der Kalifornien-Ankunft seinen Instagram-Followern.
Fluggesellschaft Swiss überfordert TV-Mann mit Menükarte
Allerdings: Ganz nach dem Gusto von Werner war die First-Class-Premiere nicht. Das zeigen Videos, die der Ex-Football-Profi während des Flugs aufgenommen hat.
Als Werner die Swiss-Menükarte in der Hand hält, liest er vor: «Lachsfilet... Jakobsmuscheln.» Oder Püree von gebratenen Pastinaken mit Artischockensalsa.

«Oioioi. Das ist aber fancy hier. Das ist mir zu fancy, muss ich sagen», sagt er unverblümt.
«Ich wünschte, sie hätten ein paar Pommes oder einen Burger...», so das Essens-Fazit des Sport-Kommentators.
Ein Blick auf die Karte der First Class zeigt: «Fancy» trifft es allemal.
Derzeit sind Kreationen von Tanja Grandits (Restaurant «Stucki» in Basel) sowie von Lorenzo Albrici («Locanda Orico» in Bellinzona) erhältlich. Nebst dem Lachsfilet gibt’s etwa Heilbutt-Tatar, Zander und Trüffelsalami. Alle drei Monate wechselt das Menü.
Bodenständiger geht's nur mit gereiftem Speck zur Vorspeise oder einer Kürbis-Cremesuppe.
Fluggesellschaft Swiss macht Burger, aber ...
Dass er lieber einen Burger will, hätte sich Björn (1,91 Meter, rund 120 Kilo) aber vor dem Flug überlegen müssen. Denn die Swiss sagt auf Anfrage von Nau.ch, dass es in der First Class durchaus Burger gibt.
Man muss ihn aber vorbestellen im «Pre-Select»-Angebot. Da ist «unter anderem auch ein Burger mit Potato Wedges erhältlich», sagt Sprecherin Silvia Exer-Kuhn.
Darum gibt's keine spontanen Bestellungen über den Wolken
Und warum sind Spontan-Bestellungen, die über die bereits breite Karte hinausgehen, nicht möglich? «Die Planung, Koordination und Aufbereitung von Menus an Bord eines Flugzeugs ist komplex», und benötige lange Vorbereitung, erklärt Exer-Kuhn.
Für spontane Bestellungen «müssten zusätzliche Lebensmittel mitgeführt werden, welche zwangsläufig zu viel mehr Food Waste führen würden.»
Trotzdem lobt Björn Werner den Luxus-Flug im Podcast «Football Bromance» als «brutale Erfahrung.» Auch wenn ihm der Service «schon fast wieder too much» und «ein bisschen unangenehm war».













