Regierung

Bündner Regierung lehnt Halbierungsinitiative ab

Keystone-SDA Regional
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Chur,

Die Bündner Regierung lehnt die Halbierungsinitiative ab und empfiehlt für die Abstimmung vom 8. März ein Nein. Eine Halbierung der Radio- und Fernsehgebühren würde laut Regierung insbesondere die Medienangebote für sprachliche Minderheiten im dreisprachigen Kanton schwächen und die demokratische Meinungsbildung beeinträchtigen.

Die Bündner Regierung ist gegen die Halbierungsinitiative. Eine Senkung der Radio- und Fernsehabgabe würde die verlässliche Medienversorgung, die sprachliche Vielfalt sowie die demok...
Die Bündner Regierung ist gegen die Halbierungsinitiative. Eine Senkung der Radio- und Fernsehabgabe würde die verlässliche Medienversorgung, die sprachliche Vielfalt sowie die demok... - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Besonders betroffen wären periphere Regionen wie Graubünden als einziger dreisprachiger Kanton der Schweiz. Programme der rätoromanischen und italienischen Radio- und Fernsehsender RTR und RSI seien ohne solidarische Finanzierung in ihrer heutigen Form gefährdet.

Private Medien könnten die entstehende Lücke nicht schliessen, zudem drohe eine Zentralisierung der Redaktionen und ein Abbau regionaler Berichterstattung, schrieb die Regierung des Kantons Graubünden am Dienstag in einer Mitteilung.

Auch Sprachorganisationen wie Lia Rumantscha und Pro Grigioni Italiano warnen vor gravierenden Folgen für die Sichtbarkeit der Minderheitensprachen. Ebenso spricht sich die Mehrheit der Bündner Parteien gegen die Initiative aus, darunter SP, Mitte und FDP.

Die SVP will ihre Parole am 11. Februar festlegen. Unterstützung erhält die Initiative hingegen vom kantonalen Gewerbeverband, der Unternehmen als finanziell überproportional belastet sieht.

Die Volksinitiative «200 Franken sind genug (SRG-Initiative)» – auch bekannt als Halbierungsinitiative – will in der Bundesverfassung festschreiben, dass der Bund zur Finanzierung von Radio- und Fernsehprogrammen, die einen unerlässlichen Dienst für die Allgemeinheit erbringen, eine Abgabe von 200 Franken pro Jahr ausschliesslich von privaten Haushalten erhebt.

Die Initiantinnen und Initianten argumentieren, es brauche eine Entlastung der Haushalte in Zeiten steigender Krankenkassenprämien und Mieten. Schweizerinnen und Schweizer zahlten heute die weltweit höchsten Radio- und TV-Gebühren. Insbesondere fordert das Initiativkomitee, die SRG solle sich auf ihren Kernauftrag konzentrieren. Sie breite sich in Unterhaltung und Sport sowie bei Onlineaktivitäten immer weiter aus, kritisierten SVP-Vertreter in der Nationalratsdebatte über die Initiative im Juni.

Kommentare

User #5097 (nicht angemeldet)

Es ist eine bodenlose Frechheit von der SRG die Sendungen welche sie jetzt täglich bringt gegen die Initiative. Zb. heute die Rundschau da reisen die Moderatorin und sicher noch mind. 4 Leute vom Leutschenbach in halb Europa rum zb. zur ARD usw. und das alles auf unsere Kosten um gegen die Initiative Stimmung zu machen. Warum wehrt sich das pro Komitee da nicht?

User #2321 (nicht angemeldet)

Irgendwie komisch. Ich zahle für die ganze Familie x hundert Franken mehr Krankenkasse pro Jahr. Und da wollen mir ein paar Populisten erklären, das 135 Fr. die eigespart werden pro Jahr die Hölle sei sollen. Populisten halt!

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