Serbien warnt seine Bürger vor Reisen nach Kroatien
Serbien rät von Reisen ins Nachbarland Kroatien ab, da ein erhöhtes Sicherheitsrisiko bestehe. Kroatien reagiert und bezeichnet die Warnung als «unbegründet».

Das Wichtigste in Kürze
- Das serbische Aussenministerium stuft Kroatien als Reiseziel mit Sicherheitsrisiko ein.
- In einem neuen Ampelsystem taucht Kroatien in der zweithöchsten Kategorie auf.
- Kroatien kann die Warnung nicht nachvollziehen; das Land gehöre zu den sichersten Europas.
Als einziges europäisches Land wird Kroatien vom serbischen Aussenministerium als Reiseziel mit Sicherheitsrisiko eingestuft. Serbische Bürger sollen demnach nur bei zwingendem Anlass ins Nachbarland reisen.
In einem neuen Ampelsystem stuft Serbien die Sicherheit von Reisen in andere Länder ein. Kroatien landet dabei im orangefarbenen Bereich, der zweithöchsten Kategorie.
Das serbische Aussenministerium rät, öffentliche Versammlungen und Orte zu meiden, an denen mit Provokationen zu rechnen sei. Serbinnen und Serben sollen zudem «auf ihre persönliche Sicherheit und ihr Eigentum» achten.
Das kroatische Aussenministerium hingegen meint, das Land gehöre zu den sichersten Europas.
Tourismusminister bezeichnet Warnung als «unbegründet»
Der Tourismusminister Kroatiens bezeichnet die Warnung laut dem kroatischen Rundfunk «HRT» als «unbegründet». Dies nicht zuletzt, da die Spannungen im Nahen Osten aus kroatischer Sicht «keinen Bezug zur Sicherheitslage im Land» hätten.
Zudem gehören Arbeitskräfte aus Kroatien laut dem Tourismusminister für Serbien zu den wichtigsten ausländischen Arbeitskräften. Auch die Besucherzahl von serbischen Touristen sei teils im zweistelligen Prozentbereich.
Der Minister erwartet aus diesen Gründen kaum Auswirkungen auf Reisen nach Kroatien.
Grossbritannien warnt sogar vor Reisen in die Schweiz
Bereits Mitte Januar warnte Grossbritannien vor Reisen, unter anderem nach Kroatien. Auf der Risikoliste der Briten steht zudem Italien, Portugal, Deutschland und auch die Schweiz.
Das britische Aussenministerium nannte unter anderem die weltweit erhöhte Terrorgefahr als Grund. Auch die Kleinkriminalität habe zugenommen. Das Aussenministerium rät Reisenden deshalb, besonders wachsam zu sein und Wertgegenstände zu sichern.





















