Serbiens Präsident übt scharfe Kritik an der EU
Serbiens Präsident Aleksandar Vucic kritisiert Europas Protektionismus scharf. Zuvor hatte er aus China Investitionszusagen in Milliardenhöhe erhalten.

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic hat nach seiner Rückkehr aus China die Europäische Union scharf kritisiert. Er warnte laut «Berliner Zeitung» vor sinkender Produktivität und wachsender Selbstzufriedenheit in Europa.
Die Aussagen machte Vucic laut «Berliner Zeitung» in einem Bloomberg-Interview nach seiner Rückkehr aus Peking. Von seiner China-Reise brachte er demnach Investitionszusagen im Umfang von rund einer Milliarde Euro mit.

Zwischen Europa, China und den USA gebe es zu viele Hürden für Investitionen, sagte der Präsident. Protektionismus «tötet am Ende Europa», sagte er laut Bloomberg.
Serbiens Präsident übt erneut Kritik an der EU
Die Frage, wie mit Arbeit umgegangen werde, sei «die grösste Herausforderung für ganz Europa», sagte Vucic laut Bloomberg. Er verband dies mit Sorgen über sinkende Produktivität und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Europas, berichtet «Aktien.news».
«Wir leben alle gut. Wir sehen nicht, was um uns herum geschieht», sagte Aleksandar Vucic laut Bloomberg. Bereits während seines China-Besuchs kritisierte er laut «Euronews» den Druck der EU auf Serbien in aussenpolitischen Fragen.

Bei seiner Ankunft in Peking erklärte er, die EU versuche, Serbiens Aussenpolitik zu «diktieren», wie «Euronews» meldet. «Serbien ist ein autonomer, souveräner und unabhängiger Staat und wird weiterhin nach seinen eigenen Interessen handeln», fügte er hinzu.
Serbien profitiert von chinesischen Milliardeninvestitionen
In Vucics zwölfjähriger Amtszeit hat sich Serbien laut «Berliner Zeitung» zu einem wichtigen Standort für chinesische Investitionen in Europa entwickelt. Nach Angaben des Präsidenten flossen bislang knapp acht Milliarden Euro an chinesischen Direktinvestitionen in das Land.
Nach Angaben von Vucic kamen zu den Investitionen chinesische Kredite in ähnlicher Höhe für Infrastrukturprojekte hinzu. Bei seinem jüngsten Besuch in Peking erhielt er von Xi Jinping die chinesische Freundschaftsmedaille, wie «Berliner Zeitung» berichtet.
Ein 2024 in Kraft getretenes Freihandelsabkommen soll laut «Euronews» die meisten Zölle auf serbische Exporte nach China schrittweise abschaffen. Die enge wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Serbien und China wird in Brüssel seit Jahren kritisch beobachtet.
















