Ryanair Zwischenfall wirft neue Fragen auf
Der schwere Ryanair Zwischenfall über Griechenland beschäftigt weiterhin die Ermittler. Ein Untersuchungsbericht nennt nun erstmals die wahrscheinliche Ursache.

Kurz nach dem Start in Thessaloniki kam es an einer Boeing 737 800 zu einem schweren Zwischenfall. Ein beschädigtes Fenster führte zu einem plötzlichen Druckverlust in der Kabine.
Ein abgebrochenes Schaufelblatt im rechten Triebwerk schleuderte Trümmerteile gegen den Flugzeugrumpf und zerstörte ein Seitenfenster. Dadurch wurde ein 61 Jahre alter Passagier teilweise nach aussen gezogen.
Wie die «Tagesschau» berichtet, gelang es anderen Fluggästen, den Mann rechtzeitig zurück in die Kabine zu ziehen. Die Maschine kehrte anschliessend sicher nach Thessaloniki zurück, während der Verletzte medizinisch versorgt wurde.
Ryanair Ermittlungen dauern weiter an
Die Ursache für den Bruch des Schaufelblatts ist bislang nicht abschliessend geklärt und bleibt Gegenstand weiterer Untersuchungen. Ermittler fanden jedoch Vogelreste im beschädigten Triebwerk und prüfen einen möglichen Zusammenhang.
Nach bisherigen Erkenntnissen wurde der betroffene Schaufelrotor zuletzt im Mai per Ultraschall kontrolliert. Ob die Wartung mögliche Schäden erkennen konnte, sollen weitere technische Untersuchungen klären.
Wie die «Zeit» berichtet, kann die vollständige Untersuchung des Vorfalls bis zu zwei Jahre dauern. Ryanair hatte zuvor bereits auf einen möglichen Fremdkörperschaden im Triebwerk hingewiesen.
Weitere Fragen bleiben offen
Nach dem Vorfall setzte die Fluggesellschaft für die Weiterreise der Passagiere eine Ersatzmaschine nach Memmingen ein. Dasselbe Flugzeug war bereits am Vortag vorzeitig zum Startflughafen zurückgekehrt.
Die US-Ermittler betonen, dass ihre bisherigen Erkenntnisse ausschliesslich auf einer vorläufigen Analyse beruhen. Erst der Abschlussbericht soll den genauen Ablauf und die Ursache vollständig bewerten.

Wie der «Spiegel» berichtet, untersuchen Experten zusätzlich frühere Auffälligkeiten des Flugzeugs sowie mögliche technische Zusammenhänge. Ein endgültiges Ergebnis der umfangreichen Ermittlungen steht weiterhin aus.
















