Ryanair-Vorfall mit Fensterbruch – neue Erkenntnisse zur Ursache
Beim Ryanair-Vorfall vom 10. Juli zerbrach ein Kabinenfenster kurz nach dem Start. Jetzt deuten Hinweise auf einen Fremdkörper hin.

Am 10. Juli 2026 startete der Ryanair-Flug FR1879 in Thessaloniki Richtung Memmingen. Und musste wenig später umkehren.
Wie die «Kronen Zeitung» berichtete, zerbarst kurz nach dem Abheben ein Kabinenfenster der Boeing 737-800.
Der am Fensterplatz sitzende 61-jährige Passagier wurde durch den Druckunterschied teilweise nach aussen gezogen. Mitreisende zogen ihn zurück ins Flugzeug, bevor Schlimmeres geschehen konnte.
Fremdkörper als mögliche Ursache
Laut dem von der Familie beauftragten technischen Gutachter soll sich ein Teil einer Turbine gelöst und das Kabinenfenster getroffen haben.
Wie «vol.at» berichtet, deuteten laut Ryanair-Chef Michael O'Leary erste Anzeichen auf einen Fremdkörperschaden am Triebwerk beim Start in Thessaloniki hin. Eine definitive Aussage zur Ursache sei jedoch noch nicht möglich, so O'Leary vor Analysten.
O'Leary betonte, dass das 18 Jahre alte Flugzeug in den vergangenen zwei Jahren vollständig gewartet und überholt worden sei. Ein erster Untersuchungsbericht soll in rund 28 Tagen vorliegen.
Ehefrau schildert den Ryanair-Vorfall aus erster Hand
«Mein Mann sass direkt am Fenster. Zum Glück war er angeschnallt – der Sicherheitsgurt hat ihm das Leben gerettet», sagte seine Ehefrau laut «airliners.de».
Der Mann erlitt Verletzungen an Nacken und Schulter sowie Reibungsverbrennungen.
Er befindet sich weiterhin im Spital und steht unter Schock. Er trägt eine Halskrause und leidet unter den psychischen Folgen des Erlebnisses.
EASA und NTSB übernehmen Ermittlungen
Die europäische Flugsicherheitsagentur EASA hat laut «airliners.de» einen technischen Berater für die Untersuchung des Ryanair-Vorfalls ernannt.

Die Behörde steht in Kontakt mit der US-Luftfahrtbehörde FAA sowie mit Boeing.
Die Untersuchungsleitung liegt bei Nordmazedonien, da sich der Zwischenfall über dessen Luftraum ereignete. Zusätzlich untersucht die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB den Fall, da Boeing unter amerikanische Zuständigkeit fällt.















