Mann fast aus Ryanair-Maschine gezogen – jetzt spricht er!
Er wurde fast aus einem Flugzeugfenster gesogen und hat überlebt – doch Ljubiša K.* leidet noch immer unter den Folgen. Jetzt äussert er sich zum Vorfall.

Das Wichtigste in Kürze
- Am 10. Juli wurde ein Mann fast aus einer Ryanair-Maschine gezogen.
- Nachdem letzte Woche seine Retterin über den Horrorflug gesprochen hat, erzählt er nun, wie es ihm jetzt geht.
- Der Serbe hat nicht nur körperliche Verletzungen davongetragen, er leidet auch unter psychischen Folgen.
Am 10. Juli wurde für Ljubiša K.* der Flug FR1879 von Thessaloniki nach Memmingen zu einem Albtraum. Er wurde auf 6000 Meter Höhe fast durch eine zerbrochene Fensterscheibe aus dem Ryanair-Jet gezogen.
Letzte Woche hat seine Retterin und Ehefrau Svetlana G.* über das Horror-Erlebnis gesprochen. Nun hat er «Bild» erzählt, wie es ihm jetzt geht.
Das Drama ist für den Serben noch nicht zu Ende. Es gehe ihm «überhaupt nicht gut». Er leide unter ständigem Schwindel und Albträume lassen ihn nicht schlafen.
Weitere Folgen des Horrorfluges seien Konzentrationsschwierigkeiten, er habe zudem Mühe mit der Aufmerksamkeit. «Das heisst, ich funktioniere einfach nicht richtig», so K.
Der 61-Jährige hat sich am Hals verletzt, als er fast mit der Hälfte seines Körpers aus dem Flugzeug hing. Darum müsse er jetzt sechs Wochen lang eine Halskrause tragen.
Ausserdem habe er Verletzungen an der rechten Hand und Verbrennungen am Rücken. Der Serbe erzählt: «Meine gesamte rechte Seite war einige Tage nicht funktionsfähig.» Auch sein rechtes Ohr und sein rechtes Auge seien in Mitleidenschaft gezogen worden.
«War überall blutverschmiert»
An den Vorfall selber habe K. keine Erinnerung, er sei bewusstlos gewesen. «Nachdem ich wieder zu mir gekommen bin, war ich überall blutverschmiert», erinnert er sich.
Sein Leben habe sich auf den Kopf gestellt. Vor dem Unfall sei er aktiv und viel unterwegs gewesen. Er sei psychisch am Ende und könne nicht mehr auf die Strasse gehen.
Dass er auf diesem Horrorflug nur knapp dem Tod entkommen sei, habe er erst nach ein paar Tagen realisiert. Nun würden ihn Geräusche eines Flugzeugs in Panik versetzen.
* Name der Redaktion bekannt




















