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Ryanair verdient wegen teurem Kerosin deutlich weniger

Keystone-SDA
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Irland,

Ryanair – Europas grösste Fluggesellschaft nach Passagierzahlen – hat im ersten Quartal ihres Geschäftsjahres wegen höherer Treibstoffkosten und einer schwächeren Nachfrage deutlich weniger verdient. Der Nettogewinn sank im Zeitraum von April bis Juni um 34 Prozent auf 538 Millionen Euro, wie die irische Billigfluggesellschaft am Montag mitteilte.

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Ryanair – Europas grösste Fluggesellschaft nach Passagierzahlen – hat im ersten Quartal ihres Geschäftsjahres wegen höherer Treibstoffkosten und einer schwächeren Nachfrage deutlich weniger verdient. - keystone

Belastet wurde das Ergebnis vor allem durch den Nahost-Konflikt. Zwar hat Ryanair rund 80 Prozent ihres Kerosinbedarfs für das laufende Geschäftsjahr zu festen Preisen abgesichert. Der Preis für den nicht abgesicherten Teil habe sich im ersten Quartal jedoch mehr als verdoppelt, erklärte Konzernchef Michael O'Leary. Dadurch stiegen die Betriebskosten um 11 Prozent.

Zugleich dämpfte die Unsicherheit infolge des Konflikts die Reiselust vieler Kunden. Ryanair senkte deshalb die Ticketpreise im Durchschnitt um 6 Prozent, um die Nachfrage anzukurbeln. Obwohl die Zahl der Passagiere um 6 Prozent auf 61,3 Millionen zunahm, legte der Umsatz wegen der günstigeren Tickets lediglich um 1 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro zu.

Für das bis Ende März 2027 laufende Geschäftsjahr verzichtet Ryanair weiterhin auf eine Gewinnprognose. Das Unternehmen hatte diese bereits im Mai wegen der geringen Visibilität infolge des Nahost-Kriegs zurückgezogen.

Auch nach den erneuten Kämpfen zwischen den USA und Iran Anfang Juli hänge das Jahresergebnis stark von geopolitischen Entwicklungen ab, erklärte Ryanair. Als Risiken nannte der Konzern insbesondere eine weitere Eskalation der Konflikte im Nahen Osten oder in der Ukraine.

An seinem Wachstumsziel hält Ryanair dagegen fest. Die Fluggesellschaft rechnet weiterhin damit, im laufenden Geschäftsjahr rund 216 Millionen Passagiere zu befördern. Der hohe Anteil abgesicherter Treibstoffpreise verschaffe dem Unternehmen nach eigenen Angaben einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Airlines.

An der Börse kamen die Zahlen jedoch schlecht an. Im vorbörslichen Handel verlor die Aktie zeitweise rund 5 Prozent. Analysten verwiesen auf den stärker als erwarteten Gewinnrückgang und die schwächeren Ticketpreise, die auch das wichtige Sommergeschäft belasten könnten.

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