Russland gibt an, im Ukraine-Krieg ein ukrainisches Rüstungs-Arsenal zerstört zu haben. Das Depot nahe der Grossstadt Schytomyr wurde von Raketen getroffen.
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Archivaufnahme von russischen S-400-Raketenwerfern. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Russland soll ein ukrainisches Rüstungs-Arsenal mit Raketen zerstört haben.
  • Das behauptete das russische Verteidigungsministerium zu einem Video vom Abschuss.
  • Die Informationen konnten bislang nicht unabhängig überprüft werden.

Die russischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben bei einem Raketenangriff im Ukraine-Krieg ein Arsenal mit Waffen und Militärtechnik zerstört. Vier Raketen vom Typ «Kaliber» seien von einem Kriegsschiff im Schwarzen Meer abgefeuert worden. Sie hätten ein Depot in der Nähe der Grossstadt Schytomyr getroffen.

117 Objekte in 24 Stunden im Ukraine-Krieg zerstört

Die wichtige Industriestadt Schytomyr liegt rund ein 120 Kilometer westlich von Kiew. Insgesamt seien innerhalb von 24 Stunden 117 militärische Objekte zerstört worden, darunter sechs Kommandostellen und drei Kampfflugzeuge. Das teilte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Samstag mit.

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Ein Mikoyan MiG-31 Abfangjäger der russischen Luftwaffe mit einer ballistischen Luft-Boden-Rakete «Kinschal». - Pavel Golovkin/AP/dpa

Veröffentlicht wurde erneut auch ein Video, auf dem der Abschuss von Raketen zu sehen war. Beobachter kommentierten zuletzt, dass das russische Militär seine Angriffe im Ukraine-Krieg auch nutze, um seine Raketen vorzuführen.

Der russische Generalstab hatte am Vortag mitgeteilt, dass verstärkt Reparaturbetriebe in der Ukraine unter Beschuss genommen würden. So soll die Wiederherstellung der Einsatzfähigkeit beschädigter Waffen verhindert werden. Zerstört worden seien bisher 30 solcher Schlüsselbetriebe, die etwa 68 Prozent der Reparaturarbeiten erledigt hätten, hiess es.

Video von Verteidigungsminister Schoigu veröffentlicht

Das russische Verteidigungsministerium veröffentlichte nach Spekulationen um den Verbleib von Ressortchef Sergej Schoigu am Samstag ein Video von einer Sitzung der Militärführung. Dabei sagte Minister Schoigu, dass die Rüstungsaufträge trotz der westlichen Sanktionen gegen Russland erfüllt würden. Zudem sagte er, dass die Ausrüstung der Streitkräfte mit Hochpräzisionswaffen ungeachtet der «militärischen Spezial-Operation» in der Ukraine weiter gehe.

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Sergej Schoigu und Wladimir Putin. Ersterer wurde seit Wochen nicht mehr an öffentlichen Terminen gesehen. - keystone

Schoigu bekräftigte auch, dass die Teilnehmer an den Kampfhandlungen in der Ukraine als Veteranen eingestuft würden. Ein Gesetz dazu unterzeichnete der russische Präsident Wladimir Putin am Samstag. Damit sind zahlreiche Vergünstigungen für die Betroffenen verbunden.

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