Russland droht mit Kriegsmarine zum Schutz seines Seehandels

    Keystone-SDA
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    Russland droht dem Westen mit dem Einsatz von Kriegsschiffen, um seine Handelsflotte zu beschützen. Der für Schifffahrt zuständige Kreml-Beauftragte Nikolai Patruschew sprach in der Moskauer Zeitung «Argumenty i Fakty» von «piratenähnlichen Angriffen» westlicher Staaten auf den Seehandel seines Landes. Moskau erwartet demnach künftig noch mehr Versuche, russische Öltanker und andere Handelsschiffe festzusetzen. «Wir denken, dass wie zu allen Zeiten die Kriegsflotte die beste Garantie für die Sicherheit der Schifffahrt ist», sagte Patruschew. Russland müsse weiter sein Öl, sein Getreide, seinen Dünger verschiffen können, um die Wirtschaft am Laufen zu halten.

    Kriegsmarine
    Russland droht mit Kriegsmarine zum Schutz seines Seehandels. - keystone

    Die EU hat im Zuge des Moskauer Angriffskrieges gegen die Ukraine auch Schiffe der russischen Schattenflotte mit Sanktionen belegt. So soll etwa Russlands Ölverkauf unterbunden werden, der wichtig ist für die Finanzierung des Angriffskrieges gegen die Ukraine ist. Auch für andere Bereiche der russischen Schifffahrt gelten Sanktionen.

    Dazu sagte Patruschew: «Die vom Wesen her piratenähnlichen Angriffe auf den russischen Seehandel deuten darauf hin, dass westliche Gegner beschlossen haben, einen Schlag gegen einen der wichtigsten Bereiche der russischen Wirtschaft zu führen – den Aussenhandel – und ihn lahmlegen wollen.» Er fügte an: «Wenn wir ihnen keinen entschiedenen Widerstand leisten, werden die Engländer, Franzosen und sogar die Balten bald so dreist sein, dass sie versuchen werden, unserem Land den Zugang zu den Meeren, zumindest im Atlantikbecken, vollständig zu versperren.» Er warnte vor den Seeblockaden. Seine Schlussfolgerung: «Wir benötigen mehr Schiffe für die Fernfahrt auf See und im Ozean, die lange Zeit autonom in erheblicher Entfernung von ihren Stützpunkten operieren können.»

    Für Aufsehen sorgte zuletzt unter anderem die Festsetzung des unter russischer Flagge fahrenden Öltankers «The Marinera». Das US-Militär beschlagnahmte den Tanker im Januar im Nordatlantik wegen «Verstössen gegen US-Sanktionen». Russland kritisierte das US-Vorgehen scharf.

    Auch Frankreich hatte Ende Januar einen aus Russland kommenden Öltanker im Mittelmeer angehalten und überprüft. Das Schiff werde verdächtigt, unter falscher Flagge zu fahren, und sei mit internationalen Sanktionen belegt, teilte Präsident Emmanuel Macron dazu mit.

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    Kommentare

    User #4467 (nicht angemeldet)

    Ist die gleiche Rhetorik wie bei Trump. Alle gleich krank

    User #3470 (nicht angemeldet)

    Schaut euch das Bild mal an. Die sind ja noch so jung, die Kinder. Es ist wirklich traurig, dass sie für das Regime in Moskau ihr Leben lassen müssen.

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