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    Putin könnte Internet in Russland komplett abschalten

    Keystone-SDA
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    Russland,

    Russland weitet die Kontrolle über das Internet erheblich aus und erlaubt nun auf Forderung des Inlandsgeheimdienstes FSB die Abschaltung des Mobilfunks.

    Putin
    Russlands Präsident Wladimir Putin. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Moskau hat in einem Eilverfahren eine Änderung des Kommunikationsgesetzes verabschiedet.
    • Nun könnte Putin selbst über die Internet-Abschaltung im ganzen Land verfügen.
    • Die Bürger fürchten sich vor einer Überwachung durch den Geheimdienst im Internet.

    Die Staatsduma in Moskau verabschiedete in einem Eilverfahren in zweiter und dritter Lesung eine Änderung des Kommunikationsgesetzes, das Mobilfunkbetreiber verpflichtet, auf Verlangen des FSB Mobilfunkverbindungen und stationäres Internet zu sperren.

    Medien zufolge verschwand im letztlich verabschiedeten Text unter anderem eine Formulierung, nach der solche Entscheidungen zum Schutz der Bürger und des Staates vor Sicherheitsbedrohungen getroffen werden.

    Vielmehr lege die Führung nun selbst die Gründe fest. Damit könnte etwa Präsident Wladimir Putin selbst die Abschaltung des Internets im ganzen Land oder einer Region verfügen, berichteten Medien.

    Mobilfunk wird bei Drohnengefahr immer wieder abgeschaltet

    Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete, dass mit den Änderungen vor allem auch Mobilfunkanbieter aus der Verantwortung genommen werden, wenn etwa Kunden sich über die Sperren beklagen.

    Schon bisher wird der Mobilfunk zum Beispiel bei Drohnengefahr durch ukrainische Gegenangriffe im russischen Angriffskrieg etwa in der Nähe von Flughäfen immer wieder abgeschaltet.

    Bereitet dir die Macht Putins Sorgen?

    Kremlchef Putin muss das Gesetz noch unterzeichnen, was als Formalie gilt – dann tritt es laut Tass zehn Tage nach Veröffentlichung in Kraft.

    Unter Putin, der selbst einmal Geheimdienstchef war, sind die Vollmachten des FSB stark ausgeweitet worden. Besonders gefürchtet bei Bürgern ist die Überwachung durch den Geheimdienst im Internet – etwa bei kriegskritischen Posts in sozialen Netzwerken. Die russischen Behörden haben Tausende von Internetseiten gesperrt.

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    Kommentare

    User #4467 (nicht angemeldet)

    Sowas nennt man dann Rede - und Pressefreiheit.

    User #5670 (nicht angemeldet)

    Preisschock bei Salatgurken macht Russen wütend. Der Angriffskrieg gegen die Ukraine belastet den russischen Staatshaushalt massiv. Um neue Milliarden einzutreiben, erhöht der Kreml die Mehrwertsteuer. Nun kommen auch noch massive Preiserhöhungen für Salatgurken hinzu. In sozialen Netzwerken entlädt sich die Wut.

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