Pipeline

    Russland stoppt erneut Gas-Lieferung über Jamal-Pipeline

    DPA
    DPA

    Russland,

    Bereits Anfang November hatte Moskau Gas in Brandenburg in die entgegengesetzte Richtung durch die Pipeline gepumpt. Nun wurde erneut eine Lieferung gestoppt. Die Entscheidung soll nicht politisch sein.

    Der russische Staatskonzern Gazprom nannte keine Gründe für die gestoppte Gas-Lieferung über die Jamal-Pipeline. Foto: Sergei Ilnitsky/EPA/dpa/Archiv
    Der russische Staatskonzern Gazprom nannte keine Gründe für die gestoppte Gas-Lieferung über die Jamal-Pipeline. Foto: Sergei Ilnitsky/EPA/dpa/Archiv - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Russland hat am Dienstag erneut die Erdgas-Lieferung über die russisch-europäische Pipeline Jamal-Europa gestoppt.

    Wie bereits an neun Tagen Anfang November, wurde an der Verdichterstation Mallnow (Brandenburg) seit dem Morgen Gas in die entgegengesetzte Richtung nach Polen gepumpt. Die Liefermenge war bereits in den drei Tagen zuvor deutlich reduziert worden, wie aus im Internet veröffentlichten Daten des Gasnetzbetreibers Gascade hervorgeht.

    Der Kreml in Moskau bezeichnete den Schritt als wirtschaftliche Entscheidung und nicht als eine politische. Es gebe zudem keinen Zusammenhang mit der Befüllung des zweiten Strangs der umstrittenen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge. Gazprom teilte demnach lediglich mit, dass Gas entsprechend der Nachfrage und der geschlossenen Verträge geliefert werde. Details wurden zunächst nicht genannt.

    Dass in Mallnow Gas in die andere Richtung fliesse, sei nichts Aussergewöhnliches, sagte eine Gascade-Sprecherin.

    Für den Betrieb von Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland steht weiter die Genehmigung der Bundesnetzagentur aus. Kritiker sehen in der Gasleitung vor allem ein geopolitisches Projekt Moskaus.

    Keine Kapazitäten gebucht

    Interfax zufolge hatte der Gasriese Gazprom für Dienstag keine Transportkapazitäten in Richtung Deutschland gebucht - für diesen Mittwoch zunächst ebenfalls nicht. Im November waren Berichten zufolge noch täglich zwischen 30 Millionen und 40 Millionen Kubikmeter Gas durch die Jamal-Pipeline gepumpt worden.

    Rund zwei Drittel des nach Deutschland importierten Gases stammen laut Bundesnetzagentur aus Russland und GUS-Staaten. Die in Deutschland ankommenden Gasimporte werden zu grossen Teilen durchgeleitet, häufig nach Österreich und in die Niederlande. 2020 gelangten gut 23 Prozent des russischen Gases über Polen nach Deutschland.

    Die am Dienstag nach Polen geleitete Gasmenge war zunächst vergleichsweise gering. Hochgerechnet auf 24 Stunden lag der Energiegehalt der Menge bei 30 Gigawattstunden. Am 3. November hatte der Wert dagegen noch bei 132 Gigawattstunden gelegen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    a
    58 Interaktionen
    Feuerwerks-Arena
    a
    20 Interaktionen
    Wegen Krawallen

    MEHR IN NEWS

    1 Interaktionen
    Rotkreuz ZG
    YB
    2 Interaktionen
    Lunde-Kolumne
    Felix Blumer
    Felix Blumer

    MEHR PIPELINE

    trump
    11 Interaktionen
    Washington/Riad
    12 Interaktionen
    Riad/Mokka/Teheran
    44 Interaktionen
    Nach Angriffen
    Handelsstreit
    17 Interaktionen
    Washington/Ottawa

    MEHR AUS RUSSLAND

    asd
    7 Interaktionen
    Moskau
    Diesel
    12 Interaktionen
    Moskau
    putin
    50 Interaktionen
    Nach Witkoff-Besuch
    Putin
    46 Interaktionen
    Nach der Wahl