Energiekrise

Energiekrise auf Kuba: Moskau berät mit Havanna über Hilfe

Keystone-SDA
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Russland,

Nach einem US-Ölembargo und Zolldrohungen gegen Öllieferanten Kubas hat Russland Hilfe für die Karibikinsel in Aussicht gestellt.

Kremlsprecher Dmitri Peskow
Kremlsprecher Dmitri Peskow. (Archivbild) - keystone

«Wir sind im Kontakt mit unseren kubanischen Freunden und wir beraten Varianten, ihnen Hilfe zu leisten», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge angesprochen auf Berichte über mögliche Öllieferungen an Kuba.

Zuvor hatte die kremlnahe Tageszeitung «Iswestija» unter Berufung auf die russische Botschaft in Kuba von möglichen Öllieferungen Moskaus nach Kuba als humanitäre Hilfe berichtet. Der Inselstaat steckt seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise mit stundenlangen Stromausfällen und Mangelwirtschaft. Seit Dezember erhält Kuba kein Öl mehr aus Venezuela, da US-Präsident Donald Trump eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus dem südamerikanischen Bruderstaat anordnete. Dann drohte er mit Zöllen gegen Kubas Öllieferanten.

Russland hoffe auf einen konstruktiven Dialog mit den USA und eine Lösung der derzeitigen Probleme, sagte Peskow laut der staatlichen Nachrichtenagentur. Moskau wolle keine Eskalation in Form amerikanischer Zölle, habe andererseits zurzeit aber auch keinen besonders umfangreichen Warenverkehr mit den USA.

Die russische Aussenamtssprecherin Maria Sacharowa beklagte laut Tass Schwierigkeiten für russische Touristen. Die USA führten seit vielen Jahren eine Blockade gegen Kuba durch, mittlerweile sei die Situation absurd, sagte sie. Russland gehe davon aus, dass die Handlungen «externer Kräfte» darauf gerichtet seien, Unzufriedenheit in der Bevölkerung auszulösen und Unannehmlichkeiten für ausländische Staatsbürger zu verursachen, sagte sie demnach. Es werde eine Verschärfung der Energiekrise einschliesslich der Einstellung des Flugverkehrs angestrebt.

Die russischen Fluggesellschaften Rossija und Nordwind hatten am Vortag mitgeteilt, dass Reisende nur noch aus ihren kubanischen Urlaubszielen nach Russland zurückgeflogen würden. Die staatliche Airline Aeroflot kündigte ab heute mehrere Flüge von Kuba nach Moskau und einen für ausländische Touristen von Moskau nach Kuba am Sonntag an. Ab dem 24. Februar würden alle weiteren Flüge dieser Strecke gestrichen. Zuvor hatten bereits andere internationale Airlines ihre Verbindungen nach Kuba ausgesetzt oder angepasst.

Kommentare

User #2735 (nicht angemeldet)

Kuba ist gut beraten sich zu vergegenwärtigen was russische Hilfe in letzter Zeit bei anderen Staaten bedeutet hat. Frei nach dem Motto: "Den letzten fressen die Ratten." Bei Assad würde noch sein geklaut es Geld und seine Familie evakuiert, bei Maduro nur noch der Zeigefinger gehoben und so wird es bei Kuba auch keine Taten geben die auf die Worte folgen müssten. Für die untergehende Regionalmacht ist Kuba viel zu weit entfernt um Hilfe vor Ort zu tätigen.

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