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Regierung und Sozialpartner wollen «Schutzschirm für Ausbildung» aufspannen

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Deutschland,

Verlässliche Ausbildung trotz Corona-Krise: Eine breite Allianz aus Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften will sich dafür einsetzen, dass Azubis auch in Zeiten der Pandemie ihre Berufsausbildung fortsetzen und ihre Prüfung ablegen können.

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Die Ausbildung soll nicht unter Corona-Krise leiden- - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Prämie soll Unternehmen zur Übernahme von Azubis insolventer Betriebe bewegen.

«Gerade jetzt brauchen Betriebe unsere Unterstützung, damit sie weiter qualifiziert ausbilden können», erklärte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Dienstag. Ein «wichtiger Impuls» soll dabei eine Prämie für Unternehmen sein, die Azubis aus insolventen Betrieben übernehmen.

Unterzeichnet wurde die gemeinsame Erklärung der «Allianz für Aus- und Weiterbildung» unter anderem von mehreren Bundesministerien, führenden Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften und der Bundesagentur für Arbeit (BA). «Unser gemeinsames Ziel muss es sein, einen 'Ausbildungsjahrgang Corona' zu verhindern», erklärte BA-Chef Detlef Scheele.

Die Allianz spanne «einen Schutzschirm für Ausbildung» auf, ergänzte die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Elke Hannack. «Wir kämpfen nicht nur um jeden Arbeits-, sondern auch um jeden Ausbildungsplatz», betonte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD).

Integrationsstaatsministerin Annette Widmann-Mauz (CDU fügte hinzu, besonders hart träfen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie Menschen mit Einwanderungsgeschichte und Geflüchtete. «Viele sind in der Hotel- und Gastronomiebranche beschäftigt oder in Ausbildung.»

Die Partner der Allianz verständigten sich unter anderem darauf, dass Firmen, die Azubis aus Insolvenzbetrieben übernehmen, zeitlich befristet eine Übernahmeprämie erhalten können. Die genaue Höhe der Prämie und Details dazu befinden sich nach Angaben des Wirtschaftsministeriums noch in der Abstimmung.

Ausserdem sollen Jugendliche und Betriebe im kommenden Ausbildungsjahr noch gezielter beraten und vermittelt werden - auch mit mehr digitalen Formaten. Nach Angaben von DIHK-Präsident Eric Schweitzer wollen die Kammern und Verbände unter anderem «virtuelle Speed Datings ausprobieren, die Kammern ihre Lehrstellenbörsen ausbauen und sich intensiv dafür einsetzen, dass Auszubildende trotz schwieriger Rahmenbedingungen ihre Abschlussprüfungen ablegen können.»

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