Wal «Timmy» lebt noch: Behörden bereiten bereits Kadaverbergung vor

Die Hoffnung für den gestrandeten Wal Timmy wurde aufgegeben. Nun wird darauf gewartet, dass der Meeressäuger stirbt.

Timmy
Es steht schlecht um den gestrandeten Buckelwal Timmy. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der gestrandete Buckelwal Timmy wird sterben.
  • Die Rettungsversuche wurden eingestellt.
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Seit Tagen steckt Buckelwal Timmy in einer Bucht vor Deutschland fest.

Mehrmals konnte er sich befreien, bevor er wieder strandete. Mittlerweile haben Experten und Tierschützer die Hoffnung aufgegeben, Rettungsversuche finden keine mehr statt.

Diskutiert wurden verschiedene Methoden, um das Tier zu töten und so von seinem Leid zu erlösen.

Leidest du mit dem Wal mit?

Doch die Gefahr, dass er deswegen eines langsamen und qualvollen Todes stirbt, ist zu gross. Deshalb wird er nun seinem Schicksal überlassen.

Behörden bereiten Kadaver-Bergung vor

15.29: Das Drama um Wal Timmy spitzt sich weiter zu. Der Tod des Tieres scheint mittlerweile unausweichlich.

In der Ostsee vor der deutschen Stadt Wismar haben Vorbereitungen für den Fall begonnen, dass der vor der Insel Poel liegende Buckelwal sterben sollte.

Am Mittag erkundete ein Vermessungsboot die Umgebung des Tieres, wie der Umweltminister des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, mitteilte.

Timmy
Buckelwal Timmy sitzt noch immer auf der Sandbank fest. - keystone

«Dabei handelt es sich um vorbereitende Massnahmen, um den Tierkörper später bergen zu können. Die Vermessung wird so schonend wie möglich unternommen, um das Tier nicht zu stören.»

Das gute Wetter und die glatte Wasseroberfläche seien optimal für die Messungen gewesen, sagte ein Sprecher des Ministeriums der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Das Boot sei «extrem langsam und möglichst geräuschlos» an den Meeressäuger herangefahren. Der Wal lebe, er atme aktuell im Abstand von rund fünf Minuten. Immer wieder waren seine Fontänen zu sehen gewesen.

Keine Veränderung seit Mittwoch

11.44: Der Wal bewegt sich weiter nicht von der Stelle. Timmy atme «etwa alle fünf Minuten», sagte eine Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund. Der Buckelwal werde weiterhin von Experten aus der Ferne beobachtet.

Fontänen sind wieder zu sehen

10.35: Neue Bilder der deutschen Presseagentur zeigen, atmet Timmy noch immer. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, dass er sogar wieder Fontänen ausstösst.

Wal Timmy
Eine Aufnahme des gestrandeten Wals von gestern. - keystone

Timmy atmet noch

10.00: Wie Greenpeace berichtet, ist der Buckelwal noch am Leben. Timmy soll noch atmen. Zuvor wurde berichtet, dass keine typischen Wasserfontänen mehr zu sehen waren. Der Grund dafür sei jedoch, dass das Wasser zu flach dafür sei.

Wal hat sich in der Nacht nicht bewegt

09.30: In der Nacht hat sich Timmy nicht von der Stelle bewegt. «Er ist noch da», sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Morgen. Wie der Sprecher weiter sagt, weiss man derzeit nicht, ob der Wal noch lebt.

«Die Bootsbesatzung heute Nacht war nicht nah genug dran, um zu sehen, ob er noch atmet oder nicht», so der Sprecher.

Meeresbiologe äussert sich zu Timmy

03.10: Wie lange der gestrandete Wal Timmy noch lebt, das ist laut Meeresbiologe Thilo Maack «ganz, ganz schwer abzuschätzen».

Es könne einige Tage, aber auch noch viel länger dauern. Denn der Buckelwal sei in einem guten Ernährungszustand und habe dadurch noch Reserven.

wal timmy
Für Wal Timmy werden keine Rettungsversuche mehr unternommen. - keystone

Gegenüber der «Bild» sagt der Meeresbiologe auch: «Das Tier leidet ganz extrem, es geht ihm überhaupt nicht gut.»

Er warnt aber auch, das Leiden zu vermenschlichen. «Wir müssen im Hinterkopf behalten, dass es ein Wildtier ist.»

Polizei musste Schaulustige wegschicken

01.00: Das Schicksal von Timmy bewegt. Am Mittwochabend kamen auf der Insel Poel zahlreiche Schaulustige zusammen, um den Wal ein letztes Mal zu sehen.

Einige der Personen versuchten sogar, sich mit Booten dem gestrandeten Meeressäuger zu nähern. Die Wasserschutzpolizei hat das aber verhindert, wie die «Bild» berichtet.

Mittlerweile wurde sogar eine 500-Meter-Sperrzone am Ufer eingerichtet. Man wolle Timmy die Ruhe geben, damit er in Frieden sterben könne. Dies sagte Till Backhaus, Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, bei einer Medienkonferenz.

Kommentare

User #2461 (nicht angemeldet)

Solange Menschen denken dass Tiere nicht fühlen müssen Tiere fühlen dass Menschen nicht denken. Wenn ich gewisse abwertende Kommentare hier lese wie man mit wehrlosen verletzten Lebewesen umgeht welche von Menschenhand gemacht wurde, wirds einem zünftig übel.

User #3207 (nicht angemeldet)

So lange der Profit nach Macht und Gier größer ist als Menschlichkeit und Gerechtigkeit werden wir eine kaputte Welt haben. Und alle Lebewesen , ob Mensch oder Tier , alle haben die gleichen Rechte auf dieser Erde zu sein!!!!!

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