Am Wochenende wurde erneut in mehreren Städten gegen die staatlichen Einschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus demonstriert.
Demonstranten in Wien während eines Protest gegen die Corona-Massnahmen vor Polizisten. Foto: Florian Wieser/APA/dpa
Demonstranten in Wien während eines Protest gegen die Corona-Massnahmen vor Polizisten. Foto: Florian Wieser/APA/dpa - sda - Keystone/APA/Florian Wieser

Das Wichtigste in Kürze

  • Allein in Wien beteiligten sich über 40'000 Menschen an Demonstrationen.
  • Zu Demonstrationen kam es auch in Italien und in den Niederlanden.

In mehreren europäischen Städten sind am Wochenende wieder Gegner von staatlichen Einschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus auf die Strasse gegangen. Allein in Wien beteiligten sich nach Angaben der Polizei am Samstag mehr als 40'000 Menschen in teils aufgeheizter Stimmung an Protesten. Ihre Empörung richtete sich insbesondere gegen die allgemeine Impfpflicht, die Österreich im Februar einführen will. Es gab mindestens fünf Festnahmen. Zu Demonstrationen kam es auch in Italien und in den Niederlanden.

In Wien trugen die Gegner von staatlichen Corona-Massnahmen Plakate wie «Nein zum Impfzwang» oder «Jesus schützt die Kinder, nicht Impfungen» durch die Stadt. Die eigentlich geltende Maskenpflicht wurde von den meisten missachtet. Bei der Festnahme eines betrunkenen Demonstranten wurden vier Polizistinnen und Polizisten verletzt, wie die Polizei mitteilte. Wegen sehr hohen Corona-Infektionszahlen ist das Land seit Mitte November im Lockdown, noch bis zum 11. Dezember.

In der niederländischen Stadt Utrecht marschierten am Samstag etwa 5000 Menschen durch die Strassen. Im Unterschied zu früheren Protesten in dem Nachbarland, die in Gewalt umschlugen, verlief der Demonstrationszug dieses Mal friedlich. In Italien kam es ebenfalls wieder zu Kundgebungen. Die Polizei gab die Zahl der Teilnehmer zwischen einigen Dutzend wie in Rom bis zu mehreren Tausend in Turin und Bologna an. Auch hier hielten sich viele nicht an die Maskenpflicht. Berichte über Ausschreitungen gab es zunächst nicht.

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