Eine britische Professorin ist nach der Kritik von Transgender-Aktivisten zurückgetreten. Die britische Regierung hingegen stellt sich hinter sie.
Eine Toillette für Transgender-Personen in Durham (USA). (Symbolbild)
Eine Toillette für Transgender-Personen in Durham (USA). (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Transgender-Aktivisten werfen einer britischen Professorin Diskriminierung vor.
  • Deshalb ist sie nun zurückgetreten.
  • Die britische Regierung hingegen stärkt ihr den Rücken.

Nachdem die britische Professorin Kathleen Stock sich von Transgender-Aktivisten zum Rücktritt gedrängt sah, hat die britische Regierung der Philosophin den Rücken gestärkt. «Ich denke nicht, dass sie ihren Job verlieren sollte», sagte die Gleichstellungsbeauftragte der Regierung, Kemi Badenoch, am Sonntag dem Sender Sky News.

Transgender-Aktivistinnen und -Aktivisten werfen Stock Diskriminierung vor. Sie hatte gesagt, dass Menschen nicht ihr biologisches Geschlecht ändern könnten und der transaktivistischen Vorstellung widersprochen, dass Geschlechtsidentität in Fragen von Gesetz und Politik überwiege.

Universität kritisierte Anschuldigungen

Stock habe jedes Recht, ihre Meinung zu vertreten, sagte die Gleichstellungsbeauftragte. Die Professorin der Universität Sussex in Brighton sei vermutlich im Einklang mit der Mehrheit der Bevölkerung. Sie sei entsetzt über die Entwicklung.

Stock kündigte am Donnerstag ihren Rücktritt an. Sie und ihre Familie machten seit Jahren eine «wirklich furchtbare Zeit durch», begründete sie ihren Schritt.

Ihre Universität krisierte die Anschuldigungen. Die Intoleranz gegen Stock stehe «in direktem Gegensatz zu den grundlegendsten Prinzipien der Wissenschaft», hiess es von der Universität Sussex. Zuvor hatten Studierende bei einem Protest mit Plakaten und Graffiti ihren Rauswurf gefordert.

Mehr zum Thema:

Regierung Protest Gesetz