Die Jacht des Oligarchen Viktor Medwedtschuk soll versteigert werden. Das eingenommene Geld soll dem ukrainischen Volk zur Verfügung gestellt werden.
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Eine Jacht am Hafen vom kroatischen Rijeka. (Archivbild) - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Zugunsten der Ukraine soll die Jacht eines Oligarchen versteigert werden.
  • Das Luxusschiff von Viktor Medwedtschuk ist 200 Millionen Dollar wert.
  • Der ukrainische Politiker gilt als enger Freund von Wladimir Putin.

Die Jacht des Oligarchen Viktor Medwedtschuk namens Royal Romance soll verkauft werden dürfen. Die ukrainische Regierung hat mitgeteilt, dass dies ein kroatisches Gericht entschieden habe.

Anfang Jahr war die 200 Millionen Dollar schwere Superjacht in Kroatien beschlagnahmt worden. Derzeit befindet sich das Luxusschiff im Hafen von Rijeka.

Befürworten Sie die Sanktionen gegen russische Oligarchen?

Nun soll die Jacht an die ukrainische Agentur für die Wiedererlangung und Verwaltung von Vermögenswerten (Arma) weitergegeben werden. Die Arma wird «den wirtschaftlichen Wert» wohl «durch den Verkauf auf einer Auktion erhalten».

Putin ist Patenonkel von Medwedtschuks Tochter

Nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar verhängte der Westen Sanktionen gegen das Vermögen hunderter russischer Oligarchen. Medwedtschuk wurde mit Sanktionen belegt, da er als Freund des russischen Präsidenten Wladimir Putin gilt.

Ukraine Krieg
Der prorussische Politiker und Putin-Vertraute Viktor Medwedtschuk wollte mit einer ukrainischen Uniform flüchten, wurde aber von der Ukraine festgenommen und ausgetauscht. - Keystone

Der 68-jährige Medwedtschuk ist ein kremlnaher ukrainischer Politiker. Zwei Monate nach Kriegsbeginn wurde er in der Ukraine verhaftet. Im September wurde er im Rahmen eines Gefangenenaustauschs an Russland übergeben, wie «The Guardian» berichtet. Wladimir Putin ist der Patenonkel seiner Tochter Daria.

US-Bank schnappt sich Geld von Jacht-Verkauf im September

Im September war bereits die 72,5 Meter lange Superjacht von Dimitri Pumpjanski für 37,5 Millionen Dollar an einen ungenannten Käufer versteigert worden. Dabei handelte es sich um den ersten Verkauf dieser Art seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine.

Dieses Geld ging jedoch nicht an die Ukraine, sondern an die US-Investmentbank JP Morgen. Die Bank behauptete, dass der russische Geschäftsmann ihr 20,5 Millionen Euro schulde, wie «The Guardian» berichtet.

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