New York: Bürgermeister bietet 30 Dollar fürs Schneeschaufeln
Ein Schneesturm legt den Nordosten der USA lahm. Auch New York City versinkt im Schnee, was den neuen Bürgermeister kreativ werden lässt.

Das Wichtigste in Kürze
- Millionen Amerikaner sind im Nordosten der USA von einem Schneesturm betroffen.
- Auch New York City versinkt im Schnee – es galt zeitweise ein Fahrverbot.
- Bürger der Metropole können für 30 Dollar die Stunde Schnee schaufeln.
Schneeschaufeln gegen Bezahlung, Flugabsagen en masse und Hunderttausende Haushalte ohne Strom: Ein Wintersturm dominiert den Alltag von Millionen Amerikanern.
In Teilen des Bundesstaats Rhode Island fiel laut der Nationalen Wetterbehörde fast ein Meter Schnee, im Bundesstaat Massachusetts wurden mehr als 80 Zentimeter gemessen.
Und im berühmten New Yorker Central Park gingen fast 50 Zentimeter Schnee nieder.
30 Dollar fürs Schneeschaufeln
An den Flughäfen in New York und New Jersey lag der Flugverkehr auch am Abend komplett lahm.
Laut dem Flugportal «Flightaware» wurden am Montag etwa 4700 Abflüge und Ankünfte in der betroffenen Region gestrichen.
Work alongside New York City's Strongest as we get through this historic storm.
— Mayor Zohran Kwame Mamdani (@NYCMayor) February 23, 2026
Emergency shoveling pay is now $30/hour. Walk into any sanitation garage to sign up TODAY BY 8PM or TOMORROW from 9AM to 8PM.
Let's get NYC back on its feet— together.https://t.co/IMCewKjLMU pic.twitter.com/pySDIT1mbQ
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani warb per Videobotschaft auf der Plattform X erneut um Freiwillige, die für 30 Dollar (umgerechnet 23 Franken) die Stunde Schnee schaufeln.

Der öffentliche Nahverkehr in der grössten Stadt der USA funktionierte nur eingeschränkt. Busse kamen auf den verschneiten Strassen nur langsam voran.
Zeitweise galt in New York gar ein Fahrverbot und Strassen, Autobahnen und Brücken waren gesperrt – ausser für dringend notwendigen Verkehr wie etwa Rettungseinsätze.
Die eisigen Temperaturen und das heftige Schneetreiben hielt nicht alle Touristen in New York vom Sightseeing ab. Am berühmten Times Square waren am Morgen einzelne Besucher unterwegs.
Viele New Yorker versuchen das Beste aus der Ausnahmesituation zu machen. In einigen Parks der Stadt entstanden in wenigen Stunden ganze Armadas von Schneefiguren.
In einem Park im Stadtteil Brooklyn bauten Anwohner eine Art Couchlandschaft aus Schnee.
Hunderttausende ohne Strom
Unbeschwert war die Lage indes nicht überall: Starker Wind und schwerer, nasser Schnee liessen Bäume umstürzen, beschädigten Stromleitungen und verursachten Überschwemmungen an der Küste von Massachusetts.
Am Abend waren laut dem Portal «Poweroutage» noch immer etwa 500'000 Haushalte an der Ostküste ohne Strom – rund 280'000 davon in Massachusetts, wo in manchen Regionen der Ausnahmezustand noch einmal verlängert wurde.
Die Blizzard-Warnung war für mehr als 40 Millionen Menschen ausgesprochen worden.
Der aktuelle Sturm ist Teil einer Serie extremer Winterwetterlagen in den Vereinigten Staaten. Bereits Ende Januar und Anfang Februar hatten grosse Teile des Landes mit schweren Schneestürmen und ungewöhnlich niedrigen Temperaturen zu kämpfen, örtlich wurden Kälterekorde gebrochen.
Zahlreiche Menschen kamen ums Leben. Über Todesopfer infolge des aktuellen Sturms war zunächst nichts bekannt.





















