Niedriger Wasserstand macht Wal-Helfern zu schaffen

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Ein kräftig gesunkener Wasserstand macht den Helfern des gestrandeten Buckelwals in der Bucht der kleinen Ostsee-Insel Poel zu schaffen.

    Buckelwal Poel
    Helfer arbeiten in direkter Nähe des Wals. Der Buckelwal hat seine Position im flachen Wasser nicht wieder verlassen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Drama um den Buckelwal Timmy nimmt kein Ende.
    • Am Dienstag saugten Helfer in grossen Mengen Schlick unter dem Tier ab.
    • Das angekündigte Niedrigwasser droht die Rettung am Mittwoch weiter zu erschweren.

    Nachdem sie den ganzen Tag damit beschäftigt waren, Schlick unter dem tonnenschweren Tier abzusaugen und wegzublasen, lag es am Abend wie erhofft tiefer im Wasser. Das lindert seine Not, weil der Wal in zu flachem Wasser von seinem eigenen Gewicht erdrückt werden könnte.

    In der Abenddämmerung fütterten Helfer den rund zwölf Meter langen Meeressäuger mit Makrelen. Das war vor allem als Animation gedacht, wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) zuvor gesagt hatte.

    Was sollte langfristig für Timmy getan werden, wenn er den Atlantik erreicht?

    Die Behörden werden über alle Schritte der privaten Rettungsinitiative informiert und entscheiden letztlich, was getan werden darf und was dem Tier nicht zugemutet werden sollte.

    Niedrigwasser erschwert die Rettung

    Das Niedrigwasser wird die Arbeit der Helfer weiter erschweren. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie sagt für Mittwoch erneut einen Wasserstand von bis zu 30 Zentimetern unter Normal voraus. Da der Wal nun in einer künstlich frei geblasenen Kuhle liegt, dürfte es für ihn umso schwerer werden, sich daraus wegzubewegen.

    Um zu verhindern, dass der Wal noch weiter in den ausgedehnten Flachwasserbereich am Ausgang der Bucht gerät, sollten mit Sand gefüllte Säcke in seinem Rücken im Wasser platziert werden. Doch bis zum Einbruch der Dunkelheit war in Livestreams nichts davon zu sehen.

    Wal Timmy
    Viel Bewegung herrscht rings um den erneut vor der deutschen Ostsee-Insel Poel festsitzenden Buckelwal – nur das Tier selbst hat seine Position im flachen Wasser nicht wieder verlassen. - keystone

    Die Säcke, so schilderte Backhaus die Idee, sollten den Wal davon abhalten, sich noch weiter vom tiefen Fahrwasser wegzubewegen. In der Nacht davor war dies geschehen, wie der Minister erklärte. Rund 80 Meter habe sich der Wal unter dem Druck von Wind und Wellen «im Rückwärtsgang» bewegt.

    Sender am Tier angebracht

    Der Wal war – nachdem er drei Wochen an einer Stelle gelegen hatte – am Montagmorgen bei steigendem Wasserstand plötzlich losgeschwommen. Von Booten aus war versucht worden, ihn Richtung Ostsee zu treiben.

    Nach zwei Stunden stoppte das vermutlich erschöpfte Tier aber am Übergang der Bucht namens Kirchsee in die Wismarbucht, wo deutlich tieferes Fahrwasser Richtung Ostsee führt. Inzwischen wurde laut Backhaus ein Sender an dem Tier angebracht – wenn es sich also befreien und davonschwimmen sollte, könnte sein Weg verfolgt werden.

    Buckelwal Timmy
    Buckelwal Timmy steckt weiter in der flachen Kirchsee bei der Insel Poel fest. - keystone

    Ob es dazu kommt, ist offen. Backhaus sagte, der Wal sei kurzatmig und in einem kritischen Zustand, aber dennoch vital und habe eine Chance. Der Walforscher Fabian Ritter plädierte erneut dafür, das Tier in Ruhe zu lassen, um es nicht weiterem Stress auszusetzen.

    Fünf Strandungen seit Anfang März

    Erste Sichtungen des Buckelwals hatte es Anfang März gegeben. Am 3. März tauchte er im Hafen von Wismar auf. In den Tagen darauf wurde er vor der Ostseeküste Schleswig-Holsteins sowie der Küste Mecklenburg-Vorpommerns gesehen. Das Tier hatte sich Experten zufolge wiederholt in Netzen verfangen. Einsatzkräfte und Meeresschützer der Organisation Sea Shepherd befreiten es von einem Teil des Materials.

    Am 23. März strandete der Wal das erste Mal auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand in der Lübecker Bucht. Umfangreiche Rettungsversuche starteten, das Tier schwamm schliesslich selbst los. Wenige Tage später strandete es auf einer Sandbank in der Wismarbucht.

    timmy
    Heute soll die Rettung von Timmy fortgesetzt werden. - keystone

    Bei steigendem Wasserstand schwamm der Wal in der Nacht kurzzeitig weiter, kurz darauf lag er in der Wismarbucht wieder auf – und schwamm erneut weiter. Seit 31. März sass er dann erneut fest, diesmal in der Kirchsee-Bucht. Am Montag folgte am Ausgang der Bucht die inzwischen fünfte Strandung.

    Timmy hat sich über die Nacht nicht von der Stelle bewegt

    Der Wal hat sich über die Nacht nicht von der Stelle bewegt. Er liege weiterhin in der Ausfahrt zur Wismarbucht, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am frühen Morgen. Auf Livestreams im Internet ist zu sehen, wie sich der Rücken des rund 12 Meter langen Tiers bewegt und der Wal atmet.

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    Kommentare

    User #8699 (nicht angemeldet)

    Was Timmy zu alle dem sagen würde? Wenn wir ihm nur einmal wenigstens zuhören würden..

    User #4277 (nicht angemeldet)

    Und ich dachte schon der Meeresspiegel steigt permanent

    Weiterlesen

    9 Interaktionen
    Wismar
    Wal Timmy
    53 Interaktionen
    Verschoben
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    Zu heikel
    Leapmotor B03X
    155 Interaktionen
    Nur 23’900 Franken

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