Gestrandeter Buckelwal Timmy: Doch keine Katamaran-Rettung
Wie geht es Buckelwal Timmy, der vor der deutschen Oststeeküste gestrandet ist? Eine Katamaran-Rettung gibts nun wohl doch nicht.

Das Wichtigste in Kürze
- Wal Timmy könnte ein Katamaran zu Hilfe kommen.
- Doch nun zeigt sich: Es wäre «unwahrscheinlich», dass er das überleben würde.
- Immerhin: Er atmet noch immer regelmässig.
Der Zustand des vor der deutschen Ostseeinsel Insel Poel gestrandeten Buckelwals ist am frühen Ostermontag weiter unverändert. Der Wal atmet Behörden zufolge noch immer regelmässig alle zwei bis vier Minuten.
Die Polizei sei in der Nacht vor Ort gewesen, um den seit Dienstag festliegenden Meeressäuger zu beobachten, teilte das zuständige Umweltministerium des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern mit.

Einen Hoffnungsschimmer gab es aber wieder: Das Umweltministerium prüfte, ob das Tier von einem Katamaran aufgenommen und in tieferes Wasser gebracht werden könnte.
Voraussetzung hierfür sei ein gesundheitliches Gutachten zum Wal, ob er überhaupt eine Überlebenschance habe, sagte Umweltminister Till Backhaus am Ostersonntag in einem Interview des Senders News5. Aktuell gehe es ihm aber «wirklich ganz schlecht».

Nun muss Backhaus zurückrudern. Er sagt: «Dass er solch einen Versuch überleben würde, ist nach Ansicht aller Experten, die wir dazu befragt haben, unwahrscheinlich.»
Das Tier würde zudem wohl beim Rettungsversuch höllische Qualen erleiden müssen.
Somit werde vorerst kein Katamaran bestellt.

Der Buckelwal hatte sich seit Anfang März viermal vor der deutschen Ostseeküste festgesetzt. Dreimal war es ihm gelungen, wieder loszuschwimmen. Den Weg zum Atlantik, was seine wahrscheinliche Rettung bedeutet hätte, fand er nicht.
Zunächst war der Meeressäuger im Hafen von Wismar gesichtet worden, später am Timmendorfer Strand im deutschen Land Schleswig-Holstein. Letztendlich war er am Dienstag vor Wismar gestrandet.











