Bern: Podium fragt – Wird unser Gesundheitssystem unbezahlbar?
Am 11. November 2026 diskutieren Politik, Krankenversicherer, Ärzteschaft und Forschung an der Universität Bern über steigende Gesundheitskosten. Eintritt frei.

Die mittlere Krankenkassenprämie wird im Jahr 2027 412 Franken pro Monat betragen. Im Vergleich zu 2026 entspricht dies einem Anstieg von 5,0 Prozent oder 19.70 Franken und damit dem erwarteten Kostenwachstum im gleichen Zeitraum. Steigende Gesundheitskosten stellen die Schweiz vor schwierige Entscheidungen: Wie lässt sich das Kostenwachstum bremsen und gleichzeitig eine qualitativ hochstehende Versorgung sichern?
Welche Massnahmen sind wirksam und politisch umsetzbar? Organisiert wird das Policy Panel vom Forum Wirtschaft, einer Initiative des Departements Volkswirtschaftslehre der Universität Bern, die wirtschaftswissenschaftliche Erkenntnisse in die öffentliche Debatte einbringt. Damit will das Departement Volkswirtschaftslehre den Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft fördern.
«Wir haben Vertreter der Gesundheitspolitik, der Krankenversicherungen und der Ärzteschaft eingeladen, weil sie das Gesundheitswesen an entscheidenden Stellen mitgestalten. Gemeinsam wollen wir auf wissenschaftlicher Grundlage diskutieren, weshalb die Kosten steigen und welche Massnahmen das Kostenwachstum wirksam bremsen können», sagt Veranstalter Michael Gerfin, Professor für Gesundheits- und Arbeitsmarktökonomie an der Universität Bern und Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Gesundheitsökonomie.
Politik, Gesundheitswesen und Forschung im Gespräch
Den Auftakt macht Dr. Christian Schmid, Leiter des CSS-Instituts für empirische Gesundheitsökonomie, mit einem einleitenden Referat. Michael Gerfin wird anschliessend mit den Gästen diskutieren: mit Patrick Hässig, GLP-Nationalrat aus dem Kanton Zürich und diplomierter Pflegefachmann, mit Dr. Christoph Kilchenmann, stellvertretender Direktor des Verbandes Schweizer Krankenversicherer prio.swiss und mit Stefan Kaufmann, Generalsekretär der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH. «Unsere Gäste gestalten das Gesundheitswesen an unterschiedlichen Stellen mit. Ich erhoffe mir von dieser Runde konkrete Antworten darauf, welche Massnahmen das Kostenwachstum wirksam bremsen können, und was es für ihre Umsetzung braucht», sagt Michael Gerfin.
Das Policy Panel soll dem Publikum die Ursachen steigender Gesundheitsausgaben und die Auswirkungen möglicher Gegenmassnahmen näherbringen. Dabei werden unterschiedliche Interessen und Lösungsansätze gegenübergestellt und anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse eingeordnet.
Datum: Mittwoch, 11. November 2026, 18.15–19.30 Uhr; anschliessend Apéro. Ort: Universität Bern, UniS, Raum A 022.
Eintritt und Anmeldung
Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos. Anmeldung über die Veranstaltungsseite.
Über das Forum Wirtschaft
Das Forum Wirtschaft ist eine Initiative des Departements Volkswirtschaftslehre der Universität Bern. Mit regelmässigen öffentlichen Veranstaltungen, Publikationen und praxisbezogenen Projekten bringt es wirtschaftswissenschaftliche Erkenntnisse in aktuelle gesellschaftliche und politische Debatten ein. Es verbindet wissenschaftliche Expertise mit Fragen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.






