Tod

    Jeffrey Epstein: Wer ging kurz vor Tod wirklich in seine Zelle?

    Simon Binz
    Simon Binz

    USA,

    Erneut kommen Fragen zum Tod von Jeffrey Epstein auf. Ermittler halten es für möglich, dass sich in der Todesnacht jemand seinem Zellenbereich näherte.

    Jeffrey Epstein
    Die Epstein-Akten werfen neue Fragen zum Ableben des Sexualstraftäters auf. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ermittler sehen Hinweise auf eine Bewegung im Zellenbereich kurz vor Epsteins Tod.
    • Ein «oranger Farbfleck» auf Videoaufnahmen könnte ein Häftling gewesen sein.
    • Frühere Aussagen von US-Vertretern werden durch die neuen Akten infrage gestellt.

    Bislang wenig beachtete Seiten der Epstein-Files werfen erneut Fragen über einen der rätselhaftesten Todesfälle der jüngeren US-Geschichte auf: Kurz vor seinem Tod soll Jeffrey Epstein (†66) womöglich doch nicht alleine gewesen sein.

    Ermittler halten es demnach für möglich, dass sich in der Todesnacht jemand dem Zellenbereich des verurteilten Sexualstraftäters näherte. Laut Unterlagen des FBI und des Büros des Generalinspektors (OIG) wurde auf Überwachungsvideos aus dem Metropolitan Correctional Center in New York in der Nacht auf den 10. August 2019 eine auffällige Bewegung registriert.

    Wird es im Epstein-Fall noch zu Anklagen kommen?

    Um 22.39 Uhr sei auf der Kamera ein «oranger Farbfleck» zu sehen gewesen, der sich über eine Treppe in Richtung des Stockwerks bewegte, in dem Epstein untergebracht war. Ermittler hielten es für möglich, dass es sich dabei um einen Häftling gehandelt habe.

    Generalinspektor: Gefangene zum Todeszeitpunkt im Lockdown

    Der Generalinspektor zog allerdings eine andere Interpretation in Betracht. In seinem Bericht heisst es, Gefangene hätten sich zu diesem Zeitpunkt eigentlich im Lockdown befunden. Möglich sei daher auch, dass jemand Bettwäsche oder Wäsche der Gefangenen transportiert habe.

    Fest steht: Zwei Kameras vor Epsteins Zelle funktionierten in jener Nacht nicht, ein exakter Todeszeitpunkt wurde nie offiziell festgestellt.

    Die neuen Einschätzungen widersprechen früheren öffentlichen Aussagen hochrangiger US-Vertreter. Der damalige Justizminister Bill Barr hatte 2019 erklärt, er habe das Videomaterial persönlich geprüft – niemand habe den Zellenbereich betreten.

    Auch der frühere stellvertretende FBI-Direktor Dan Bongino sagte später, auf den Aufnahmen sei «klar zu sehen», dass Epstein allein gewesen sei.

    Wurde das Videomaterial bearbeitet?

    Brisant ist zudem die Diskussion um das veröffentlichte Videomaterial. Medien berichteten, dass die angeblich «rohen» Aufnahmen bearbeitet worden seien und zeitliche Lücken aufwiesen.

    Die US-Regierung führte dies auf einen nächtlichen System-Reset zurück, Metadaten sollen jedoch mehrere nachträgliche Änderungen belegen.

    Jeffrey Epstein
    So sah es in der Zelle von Jeffrey Epstein nach seinem Suizid aus. - US Departement of Justice

    Epstein war am Morgen des 10. August 2019 tot in seiner Zelle aufgefunden worden. Offiziell wurde sein Tod als Suizid eingestuft. Die neuen Akten liefern nun weiteren Stoff für Zweifel – und für die Frage, ob Epstein in seinen letzten Stunden tatsächlich allein war.

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    Kommentare

    User #3140 (nicht angemeldet)

    Drah di net um, der Kommissar ging um.

    User #2016 (nicht angemeldet)

    Vielleicht könntest Du recht haben. Das Gesicht hat man nach dem Tod auf keinen Bildern mehr gesehen. Nur irgendein Röntgenbild...?? Anscheinend hat er ja kurz vor seinem Tod noch mit seiner RUSISCHEN Freundin Telefoniert.......???? Da könnte was wahres dran sein was Du sagst..wer weiss

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