In diesem Jahr haben Versicherungen rund 12,5 Milliarden Euro für Schäden gezahlt - ein noch nie dagewesener Höchststand. Ein Grossteil der Gesamtsumme geht auf die verheerende Sturzflut im Juli zurück.
Spuren der gewaltigen Überschwemmung im Juli im rheinland-pfälzischen Schuld. Foto: Christoph Reichwein/dpa
Spuren der gewaltigen Überschwemmung im Juli im rheinland-pfälzischen Schuld. Foto: Christoph Reichwein/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Flutkatastrophen, Stürme und Unwetter: Noch nie sind Versicherungen in Deutschland für so hohe Schäden aufgekommen wie in diesem Jahr.

«Mit versicherten Schäden an Häusern, Hausrat, Betrieben und Kraftfahrzeugen von rund 12,5 Milliarden Euro ist 2021 das teuerste Naturgefahrenjahr seit Beginn der Statistik Anfang der 1970er-Jahre», teilte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg Asmussen, am Montag mit.

Mit 8,2 Milliarden Euro geht ein Grossteil der Gesamtsumme laut GDV auf die verheerende Sturzflut im Juli zurück, die vor allem Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen betraf. «Davon entfallen etwa 7,7 Milliarden Euro auf Wohngebäude, Hausrat und Betriebe und rund 450 Millionen Euro auf Schäden an Kraftfahrzeugen», hiess es. Schwere Hagel-Unwetter im Juni richteten Millionenschäden besonders an Fahrzeugen an.

Das Jahr 2021 gilt auch weltweit als eines der teuersten für Schadensversicherungen. Mitte Dezember hatte der Versicherungskonzern Swiss Re die weltweiten Schäden durch Naturkatastrophen auf 105 Milliarden US-Dollar (93 Mrd Euro) geschätzt. Dies seien 17 Prozent mehr als 2020 und der vierthöchste Wert seit Beginn der Erfassungen im Jahr 1970.

Mit Abstand teuerstes Ereignis war demnach der Hurrikan «Ida» in den USA: Der Swiss Re zufolge dürften die Zerstörungen die Versicherungsbranche 30 bis 32 Milliarden Dollar kosten - unter anderem infolge der Überschwemmungen in New York.

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