Nach Tod von Kleinkind in Italien: Mutter warnt vor Spendenbetrug
Nach dem Tod des herzkranken kleinen Jungen in Italien warnt die Familie vor betrügerischen Spendenaufrufen im Internet.

Die Mutter des Jungen, Patrizia Mercolino, erklärte: «Es sind Betrügereien im Umlauf, hört nicht auf sie. Beachtet nicht, was derzeit verbreitet wird.» Ihr Sohn Domenico war am Wochenende mit nicht einmal zweieinhalb Jahren in einem Spital in Neapel gestorben. Bei einer Herztransplantation geschahen zuvor Fehler.
Der Fall sorgt seit Wochen für Schlagzeilen. Der Junge war 2023 bereits mit einem Herzfehler zur Welt gekommen. Kurz vor Weihnachten wurde für ihn ein Spenderherz gefunden. Beim Transport wurde das Ersatzorgan jedoch falsch gekühlt und dadurch schwer beschädigt. Ein Ärzteteam entschied vergangene Woche, dass eine neue Transplantation für den Jungen zwecklos sei.
Er starb letztlich am Samstag «infolge einer plötzlichen und irreversiblen Verschlechterung seines klinischen Zustands» auf der Intensivstation, wie das Krankenhaus mitteilte. An seinem Schicksal nahmen viele Menschen Anteil.
Kurz nach Bekanntwerden seines Todes tauchten im Netz mehrere Spendenaufrufe auf, die angeblich der Familie zugutekommen sollten. Nach Angaben der Mutter stehen diese jedoch in keinerlei Verbindung zu den Angehörigen. Auch der Anwalt der Familie, Francesco Petruzzi, bestätigte, dass bereits entsprechende Betrugsversuche registriert worden seien. Er rief Menschen zu besonderer Wachsamkeit im Netz auf, um darauf nicht hereinzufallen.
Die Mutter kündigte bereits an, eine Stiftung im Namen ihres Sohnes zu gründen. «Ich habe immer gesagt, dass man Domenico und seine Geschichte nicht vergessen darf – und vor allem, dass so etwas nie wieder einem anderen Kind passieren darf», erklärte sie. Ziel sei es, andere Opfer mutmasslicher ärztlicher Fehler sowie transplantationsbedürftige Kinder zu unterstützen.














