Iran: US-Seeblockade bleibt Hindernis für Verhandlungen
Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran läuft aus – eine Fortsetzung der Verhandlungen ist ungewiss.

Das Wichtigste in Kürze
- Kurz vor Ende der Waffenruhe ist eine Fortsetzung der USA/Iran-Verhandlungen ungewiss.
- Zentraler Streitpunkt bleibt die US-Seeblockade iranischer Schiffe und Häfen.
- Irans Parlamentspräsident hat Verhandlungen unter Druck abgelehnt.
Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA ist offen, ob die Verhandlungen weitergehen. Beide Seiten zeigen sich unnachgiebig – die US-Delegation um Vizepräsident JD Vance steht laut Medienberichten aber vor der Abreise nach Pakistan.
Die Trump-Sprecherin Karoline Leavitt gab sich derweil bei Fox News zuversichtlich. Die USA stünden kurz vor einer Einigung und würden ein «wirklich gutes Abkommen» schliessen.
Hauptstreitpunkt bleibt die US-Seeblockade iranischer Schiffe und Häfen. Trump teilte auf Truth Social mit, er halte bis zu einer Einigung daran fest. Teheran macht laut pakistanischen Sicherheitskreisen die Aufhebung der Blockade zur Bedingung für weitere Gespräche.
Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf, der die iranische Delegation zuletzt angeführt hatte, lehnte Verhandlungen unter Druck ab. Der Iran habe nach der Feuerpause neue militärische Mittel in der Hinterhand.
Die neuesten Entwicklungen gibt es hier im Nau.ch-Ticker:
Optimismus an Börsen in Ostasien hält an
04.33: Die Börsenkurse in Ostasien sind vor Ablauf der derzeitigen Waffenruhe im Iran erneut gestiegen. Der südkoreanische Leitindex Kospi kletterte eine Stunde nach Handelsstart um rund zwei Prozent.
Damit rangiert er derzeit sogar höher als noch zu Beginn des aktuellen Iran-Kriegs Ende Februar. Der japanische Nikkei 225 stieg zum selben Zeitpunkt – 10 Uhr morgens Ortszeit – um knapp 1,2 Prozent.
Leavitt: USA waren einem guten Deal mit dem Iran nie näher
03.45: Trotz der Unklarheit über eine mögliche weitere Verhandlungsrunde sieht sich die US-Regierung einem ihrer Meinung nach guten Abkommen mit dem Iran näher denn je.
«Die Vereinigten Staaten standen noch nie so kurz davor wie jetzt gerade, ein wirklich gutes Abkommen zu schliessen – ganz im Gegensatz zu dem schrecklichen Abkommen, das Barack Hussein Obama unterzeichnet hat», sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, dem Sender Fox News.

Damit bezog sie sich auf das Atomabkommen von 2015, das US-Präsident Donald Trump später aufkündigte. Die USA stünden kurz vor einer Einigung, sagte Leavitt weiter. Sollte es dennoch nicht dazu kommen, habe der Präsident mehrere Optionen zur Verfügung, «von denen er ohne zu zögern Gebrauch machen wird.» Trump habe zuvor gezeigt, dass er seinen Worten Taten folgen lasse.
Libanon meldet Verletzte nach israelischem Angriff
21.53: Bei einem israelischen Angriff im Libanon sind nach Behördenangaben trotz einer geltenden Waffenruhe mehrere Menschen verletzt worden. Das Gesundheitsministerium in der Hauptstadt Beirut meldete, dass bei einem Angriff in der Provinz Nabatija im Südlibanon sechs Menschen verletzt wurden.
Ein israelischer Armeesprecher dementierte den Angriff. Er sagte, man habe keine Informationen zu einem solchen Angriff Israels.












