«Hondius» nach Evakuierung auf dem Weg in die Niederlande

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Spanien,

Die Ausschiffung der Passagiere und Besatzungsmitglieder des von Infektionen mit dem Hantavirus betroffenen Kreuzfahrtschiffes «Hondius» auf Teneriffa ist abgeschlossen worden. Eine letzte Gruppe von 28 Menschen verliess das Schiff unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Sie wurden am Abend mit zwei Maschinen Richtung Eindhoven ausgeflogen, wie im spanischen TV-Sender RTVE zu sehen war.

Das Kreuzfahrtschiff «MV Hondius»liegt am Montag, 11. Mai 2026, im Hafen. Foto: Arturo Rodriguez/AP/dpa
Das Kreuzfahrtschiff «MV Hondius»liegt am Montag, 11. Mai 2026, im Hafen. Foto: Arturo Rodriguez/AP/dpa - Keystone/AP/Arturo Rodriguez

Damit die Menschen das Schiff verlassen konnten, musste es doch noch an einem Pier festgemacht werden. Grund war zunehmend stürmischer Wind, der die Ausschiffung von der bisher im Hafen vor Anker liegenden «Hondius» zu riskant gemacht hätte, sagte Spaniens Gesundheitsministerin Mónica García. Kurz nachdem die Menschen von Bord gegangen waren, stach die «Hondius» mit einer Restbesatzung in See, um nach Rotterdam zu fahren.

Die Tatsache, dass das Schiff nun doch wenn auch nur kurz mit dem Land verbunden war, dürfte für Kritik auf der Insel sorgen. Die Regionalregierung der Kanaren hatte im Vorfeld darauf bestanden, dass die «Hondius» nicht anlegt, weil sie Sorge hatte, Mäuse mit dem Hantavirus könnten an Land gelangen. García hatte das jedoch unter Berufung auf Experten ausgeschlossen.

Vom Flughafen Teneriffa Süd hob zunächst ein Passagierjet ab. An Bord waren nach Angaben von García 22 Besatzungsmitglieder der «Hondius» verschiedener Nationalitäten. Mit dabei sollte auch ein deutsches Crewmitglied sein, wie das niederländische Aussenministerium mitteilte.

Beim zweiten Flugzeug handelte es sich um ein kleineres Sanitätsflugzeug, mit dem laut García vier Australier, ein Neuseeländer und ein Brite ausgeflogen werden sollten. Auch diese Maschine sollte zunächst nach Eindhoven fliegen.

Damit sind seit Sonntag insgesamt 122 Menschen unter strikten Sicherheitsvorkehrungen von dem Schiff an Land und dann per Flugzeug in Richtung ihrer Heimatländer geflogen worden. García dankte allen Beteiligten und äusserte «Stolz» darüber, dass Spanien zu einer derartig komplizierten und «einzigartigen» Aktion in der Lage gewesen sei. Das sei ein grosser Erfolg.

Die «Hondius» wurde in einigen Tagen in Rotterdam erwartet. Mit an Bord ist auch der Leichnam der am 3. Mai auf See gestorbenen Deutschen. In den Niederlanden soll das Schiff dann gründlich desinfiziert werden.

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Kommentare

User #3519 (nicht angemeldet)

In Holland wurde für 28 Personen Quarantäne angeordnet, weil nicht alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten worden sind. Aber Hauptsache man fliegt all diese Personen einmal quer um die Welt und steckt sie in Selbstisolation, anstatt sie auf einem Schiff zu lassen.

User #2614 (nicht angemeldet)

Wieso wurde das Schiff nicht unter Quarantäne gestellt? Wer übernimmt die Verantwortung, falls die Sache schief geht?

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