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    Moskau kann Reserven im Wert von 300 Milliarden Dollar nicht nutzen

    Keystone-SDA
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    Russland,

    Aufgrund der Sanktionen aus dem Westen kann Russland die Hälfte der staatlichen Reserven nicht nutzen. Fast 300 Milliarden US-Dollar sind eingefroren.

    Rubel anleihe
    Eine russische Ein-Rubel-Münze liegt auf einer amerikanischen Ein-Dollar-Note. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Moskau kann fast 300 Milliarden US-Dollar nicht benutzen.
    • Die Sanktionen aus dem Westen haben einen grossen Teil der Reserven eingefroren.
    • Der Staat wird sanktionierte Banken unterstützen.

    Wegen der westlichen Sanktionen kann Russland eigenen Angaben zufolge Finanzreserven im Wert von rund 300 Milliarden US-Dollar derzeit nicht nutzen. «Das ist etwa die Hälfte der Reserven, die wir hatten.» Das sagte Finanzminister Anton Siluanow am Sonntag dem staatlichen russischen TV-Sender Rossija-1.

    «Wir verfügen über eine Gesamtmenge von rund 640 Milliarden Dollar. Ungefähr 300 Milliarden dieser Reserven befinden sich jetzt in einem Zustand, in dem wir sie nicht nutzen können.» Wegen der von den USA, der EU und anderen Staaten eingefrorenen Mittel habe Russland Probleme. Einige Verpflichtungen können nicht eingehalten, und manche Schulden nicht beglichen werden.

    Siluanow verwies darauf, dass ein Teil der Gold- und Devisenreserven in chinesischen Yuan gehalten werde. Der Westen übe Druck auf Peking aus, den Handel mit Moskau zu beschränken.

    Russische Kriegskasse ist gut gefüllt

    Der Minister zeigte sich aber zuversichtlich, dass sich die Beziehungen zu China weiter verbessern würden. Russland hatte angekündigt, seine vertraglichen Verpflichtungen an «feindlich gestimmte Staaten» nur noch in Rubel zu begleichen. Die russische Kriegskasse ist dank Milliardeneinnahmen aus den Verkäufen von Gas, Öl und Kohle eigentlich gut gefüllt.

    Siluanow kündigte an, der Staat werde vom Westen sanktionierte Banken unterstützten. Zudem sei genug Geld vorhanden, um die Produktion lebensnotwendiger Güter sicherzustellen, sagte der Minister. «Die Zentralbank wird dem Finanzsystem die notwendige Liquidität zur Verfügung stellen.» Ein besonderes Augenmerk gelte der Entwicklung der Lebensmittelpreise.

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