Medwedew könnte sich Entführung von Merz vorstellen
Russlands Ex-Präsident Dimitri Medwedew könnte sich vorstellen, europäische Staatschefs so festzunehmen, wie die USA in Venezuela Präsident Nicolás Maduro.

Das Wichtigste in Kürze
- Russlands Ex-Präsident Dimitri Medwedew liebäugelt mit der Entführung von Friedrich Merz.
- Ein Vorbild nehmen will er sich am US-Vorgehen in Venezuela.
- Zudem nannte Medwedew Merz einen "Neonazi".
Analog zu dem Vorgehen der USA in Venezuela kann sich Dimitri Medwedew ähnliche Entführungsaktionen gegen andere Staats- oder Regierungschefs vorstellen. Unter ihnen Bundeskanzler Friedrich Merz.
«Die Entführung des Neonazis Merz könnte eine hervorragende Wendung in dieser Karnevalsserie sein», sagte Medwedew der Staatsagentur Tass. Der russische Ex-Präsident ist aktuell Vizevorsitzender des nationalen Sicherheitsrats in Moskau.
Ein solches Szenario hätte durchaus etwas Realistisches an sich, meinte er. «Es gibt sogar Gründe, ihn in Deutschland zu verfolgen. Daher wäre es kein Verlust, zumal die Bürger umsonst leiden.»
Der frühere Kremlchef (2008-2012) hat sich in den vergangenen Jahren als Scharfmacher gegen den Westen etabliert. Immer wieder fällt er mit rhetorischen Angriffen gegen die Ukraine und den Westen auf.
Wenn behauptet werde, dass Nicolás Maduro ein illegitimer Präsident sei, dann halte das keiner Kritik stand, sagte Medwedew. Dies gelte vor allem für die europäischen Reaktionen, die einen «doppelten Standard» Europas aufzeigten.
Er fügte mit Blick auf Wolodymyr Selenskyj hinzu, dass es aus dieser Sicht «sicherlich besser ist, sich nicht zu entspannen». Dies, da dessen Amtszeit längst abgelaufen sei. Selenskyj allerdings bleibt aufgrund der Verfassung zu Kriegszeiten im Amt.
















