Über 400 Touristen sitzen wegen Kämpfen auf Insel fest

Melsada Zec-Zejnic
Melsada Zec-Zejnic

Jemen,

Hunderte Touristen stecken auf der jemenitischen Insel Socotra fest. Auch Schweizer sind betroffen, bestätigt das EDA.

insel touristen
Über 400 Touristen sitzen nach neu aufgeflammten Kämpfen im Jemen auf der Insel Socotra fest. Wegen der angespannten Sicherheitslage wurden alle Flüge aus dem UNESCO-Welterbe gestrichen. - keystone

Nach neu aufgeflammten Kämpfen im Jemen sitzen über 400 Touristen auf der Insel Socotra fest. Die Flüge wurden wegen militärischer Auseinandersetzungen im Süden des Landes eingestellt, berichtet die «Zeit».

Unter den Gestrandeten befinden sich auch Schweizer Staatsangehörige, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten bestätigte. Die Schweizer Botschaft in Riad stehe mit den Betroffenen in Kontakt, schreibt «Bluewin».

Das EDA hatte bereits seit längerem dringend von Reisen in den Jemen gewarnt. Auch die Insel Socotra war ausdrücklich in dieser Reisewarnung eingeschlossen.

Keine organisierte Rückholaktion der Touristen von der Insel geplant

Gegenüber «Corriere del Ticino» erklärte eine Sprecherin des EDA, dass keine organisierte Rückholaktion geplant sei. Wer trotz Warnung in das Gebiet reist, tue dies auf eigene Verantwortung.

Würdest du trotz offizieller Reisewarnung in ein Urlaubsgebiet reisen?

Laut einem Flughafenvertreter sollen ab Mittwoch mehr als 400 Touristen ausreisen können, meldet die Nachrichtenagentur AFP. Sie würden zunächst in die jemenitische Hafenstadt Aden und dann nach Dschidda in Saudi-Arabien fliegen, schreibt die «Zeit».

Touristenführer auf der im Arabischen Meer liegenden Insel berichten, dass alle Hotels voll ausgebucht seien. Einige Besucher hätten Privathäuser mieten müssen, andere seien bei Touristenführern untergekommen, schreibt die «Zeit».

Finanzielle Engpässe auf Socotra nehmen zu

Vielen Touristen sei das Bargeld ausgegangen, da sie ihre Reise nur für wenige Tage geplant hätten. Die meisten Geschäfte und Hotels auf Socotra akzeptieren keine elektronischen Zahlungsmitteln.

insel touristen
Die Insel Socotra im Arabischen Meer gilt als Naturparadies, doch die eskalierenden Kämpfe im Südjemen führen zu Reisechaos: Hotels sind überfüllt, viele gestrandete Touristen kämpfen mit Geldmangel. - keystone

Die Infrastruktur für Geldtransfers ist sehr begrenzt und funktioniert nur sehr langsam. Ein niederländischer Staatsbürger sagte gegenüber «CNN», er sei mit seiner Familie bereits elf Tage auf Socotra.

Ursprünglich war nur eine Woche geplant gewesen, wie der Sender berichtet. Der Mann hoffe, dass sich die Lage bald entspanne.

Kämpfe im Südjemen verschärfen die Sicherheitslage

Die Kämpfe im Südjemen eskalieren seit Tagen zwischen saudi-arabisch unterstützten Regierungstruppen und emiratisch gestützten Separatisten des STC. Die jemenitische Militärkoalition flog am Dienstag präventive Luftschläge gegen Separatisten in der Provinz Dhale, berichtet die «Zeit».

Saudi-Arabien hatte die Vereinigten Arabischen Emirate aufgerufen, ihre Streitkräfte binnen 24 Stunden abzuziehen. Socotra gilt wegen seiner einzigartigen Flora und Fauna als UNESCO-Welterbe.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #9477 (nicht angemeldet)

Im Jemen ist der Hexenkessel Explodiert,wer Reise den dort hin.

User #5407 (nicht angemeldet)

Bleibt wo ihr gerade sind, es schneit in der Schweiz ! Es hat keine Winterpneu mehr !

Weiterlesen

Sanaa
3 Interaktionen
Sanaa

MEHR IN NEWS

5 Interaktionen
Kahlschlag
Maduro
71 Interaktionen
Ausverkauft!
2 Interaktionen
London/Paris/Prag

MEHR AUS JEMEN

3 Interaktionen
Sanaa
2 Interaktionen
Eskalation im Jemen
1 Interaktionen
Aden
3 Interaktionen
Aden