Ministerin verteidigt umstrittenes britisches Asylgesetz

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Grossbritannien,

    Die britische Innenministerin Suella Braverman hat ihr umstrittenes Asylgesetz gegen Kritik verteidigt, das Vorhaben verletze internationales Recht.

    Suella Braverman
    Suella Braverman, Grossbritanniens konservative Innenministerin - AFP/Archiv

    «Wir brechen keine Gesetze und kein Regierungsvertreter hat gesagt, dass wir Gesetze brechen», sagte Braverman am Mittwoch dem Sender Sky News.

    «Vielmehr haben wir sehr deutlich gemacht, dass wir der Ansicht sind, dass wir alle unsere internationalen Verpflichtungen einhalten.» Die Ministerin nannte unter anderem die Flüchtlingskonvention und die Europäische Menschenrechtskonvention.

    Das neue Asylgesetz, das Braverman am Dienstag ins Parlament einbrachte, sieht vor, fast alle Migrantinnen und Migranten, die ohne offizielle Erlaubnis einreisen, zunächst in Unterkünften wie früheren Militärbasen oder Studierendenheimen festzuhalten. Danach sollen sie nach Ruanda oder in andere Staaten ausgewiesen werden. Das Recht, Asyl zu beantragen, soll ihnen entzogen werden. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR zeigte sich tief besorgt. «Sollte das Gesetz verabschiedet werden, käme es einem Asylverbot gleich», teilte UNHCR mit. Der britische Premierminister Rishi Sunak hatte angekündigt, er werde das Gesetz notfalls vor Gericht verteidigen.

    Braverman sprach von «mitfühlenden, aber notwendigen und fairen Massnahmen». «(Die Migranten) brechen unsere Gesetze, sie missbrauchen die Grosszügigkeit des britischen Volkes, und wir müssen jetzt dafür sorgen, dass sie davon abgehalten werden», sagte die Ministerin, die zum rechten Flügel der Konservativen Partei gehört. Braverman hatte zuvor eingestanden, dass ihr Gesetz «die Grenzen des internationalen Rechts ausreizt». Der BBC sagte die Ministerin, sie habe dies aus Vorsicht erwähnt. «Aber wir gehen auch an die Grenzen und testen innovative und neuartige rechtliche Argumente», sagte Braverman.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    a
    9 Interaktionen
    Gen-Gefahr
    Curvy Model Stella
    6 Interaktionen
    Curvy Model Stella

    MEHR IN NEWS

    beerdigung
    3 Interaktionen
    Neues Geschäftsmodell
    wetter
    Mit Bise
    Feuerpferde Tobias Sennhauser
    «Keine Feuerpferde»
    Tatjana Rothenbühler, Direktorin GastroBern.
    GastroBern-Direktorin

    MEHR AUS GROSSBRITANNIEN

    Premier League
    1 Interaktionen
    Premier League
    Gaza-Demo
    5 Interaktionen
    London
    a
    16 Interaktionen
    Mit Riesenkürbis
    22 Interaktionen
    London