Migrant: Marokko ermutigte uns zu Grenzübertritt
Die meisten der Migranten wurden wieder nach Marokko zurückgebracht. Italien hat das Schengen-Abkommen mit Spanien ausgesetzt. Alles Neue gibt es im Ticker.

Im Überblick
Rund 50’000 bis 60’000 Migranten stürmten in die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika. Laut spanischen Angaben sind fast alle wieder nach Marokko zurückgekehrt. Mindestens 57 Personen sind gestorben.
Die Krise sorgte für viel Kritik an der spanischen Politik und am Schengen-Abkommen. Italien hat dieses mit Spanien ausgesetzt. Rom will bei Reisenden, die von dort kommen, wieder Grenzkontrollen durchführen.

In Ceuta leben rund 85’000 Menschen. Das Gebiet gehört zwar zum Schengen-Raum, es gelten jedoch spezielle Regeln. So müssen bei der Ausreise Richtung Spanien Grenzkontrollen durchgeführt werden.
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Die Polizeigewerkschaft von Ceuta wirft Marokko vor, den Ansturm zu befeuern und als «Instrument politischer Erpressung einzusetzen». Gegenüber der britischen «Times» und der «New York Times» bekräftigen Migranten diesen Vorwurf.
Die Zeitungen sprachen mit mehreren Personen, die nach Ceuta gekommen waren. Diese sagten, Marokko habe sie ermutigt, die Grenze zu übertreten.

Einer der Flüchtlinge erzählt, Polizisten hätten ihm den Weg zur Grenze gezeigt. Sie hätten gesagt: «Geht da lang, geht da lang.»
Mehrere Migranten gaben zudem an, gehört zu haben, dass die Grenze «geöffnet» sei.










