Medien: Fast 50.000 Migranten nach Ceuta gelangt

    Keystone-SDA
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    Spanien,

    Fast 50.000 Migranten sind in den vergangenen Tagen übereinstimmenden Medienberichten zufolge von Marokko aus irregulär in die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta gelangt.

    Migranten kehren aus der spanischen Enklave Ceuta nach Marokko zurück. Foto: Antonio Sempere/AP/dpa
    Migranten kehren aus der spanischen Enklave Ceuta nach Marokko zurück. Foto: Antonio Sempere/AP/dpa - Keystone/AP/Antonio Sempere

    Die Schätzung habe man von der Regierung in Madrid bekommen, berichtete der staatliche Rundfunksender Radio Nacional. Zuvor hatte die Zeitung «El Periódico» die Zahl der Ankömmlinge unter Berufung auf einen Sprecher der Polizeieinheit Guardia Civil auf 49.000 beziffert.

    Der ungewöhnliche Andrang löste am Donnerstag eine schwere Krise aus. Die spanische Regierung setzt dort erstmals seit dem Massenzustrom von Mai 2021 wieder Militär zur Unterstützung der Grenzsicherung ein. Ministerpräsident Pedro Sánchez wollte am Freitag in das Gebiet an der Meerenge von Gibraltar reisen, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen.

    Andrang ebbt ab

    Mindestens 19 Menschen kamen nach Behördenangaben bei dem Versuch ums Leben, schwimmend von Marokko aus nach Ceuta zu gelangen. In der Nacht auf Freitag übernachteten in der Exklave hunderte junge Migranten auf den Strassen, wie spanische Medien berichteten. In der Nacht und auch am Freitagmorgen kamen demnach weiter Hunderte Menschen über die Grenze, aber viele kehrten auch zurück. Die Lage habe sich etwas entspannt, hiess es.

    Die Bilder aus Ceuta wecken Erinnerungen an die Ereignisse vor fünf Jahren. Im Mai 2021 waren innerhalb von 36 Stunden mehr als 8.000 Menschen von Marokko aus in die Exklave gestürmt.

    Obwohl Marokko 1956 die Unabhängigkeit von Frankreich und Spanien erlangte, hat Spanien dort weiterhin zwei Exklaven, Ceuta und Melilla. Beide werden von Marokko beansprucht. In der Nähe beider Gebiete warten oft Tausende Menschen – vorwiegend aus Ländern südlich der Sahara – auf eine Gelegenheit, in das zur EU gehörende Gebiet zu kommen.

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    Kommentare

    User #1339 (nicht angemeldet)

    Merkel-Deutschland hat 2015 das ganze ins rollen gebracht und soll all jene versorgen. Nicht die Schweiz

    User #4789 (nicht angemeldet)

    Migrant, Illegale und Flüchtling ist seit wann das gleiche?

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