Mette-Marit fliegen intime Mails an Epstein um die Ohren
Kronprinzessin Mette-Marit tauschte intime Mails mit Jeffrey Epstein aus und suchte den Kontakt. Immer mehr Untertanen wollen sie nicht als Königin haben.

Das Wichtigste in Kürze
- Mette-Marit tauschte sich regelmässig mit Jeffrey Epstein aus.
- Es ging um Frauen, um Erziehungstipps und offizielle Anlässe.
- Das norwegische Parlament spricht sich aber gegen die Abschaffung der Monarchie aus.
Das norwegische Königshaus steckt tief in der Krise: König Harald (88) ist gesundheitlich angeschlagen, tritt meist an Krücken oder sitzend auf. Kronprinzessin Mette-Marit, die Ehefrau von Prinz Haakon, ist ebenfalls krank und bereitet sich auf eine Lungentransplantation vor.
Ihr Sohn aus erster Ehe, Marius Borg Høiby, steht wegen schwerer Vorwürfe vor Gericht. Und Mette-Marit steht wegen ihrer Beziehung zum verurteilten und im Gefängnis verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein unter Druck. Denn die neuesten Veröffentlichungen zeigen, wie intim der Kontakt war.
Schon 2019 gab die Kronprinzessin den Kontakt zu. Sie sagte aber, dass sie nie mit ihm zu tun gehabt hätte, wenn sie das Ausmass seiner Verbrechen gekannt hätte.
Ein Mail von 2011, drei Jahre nach der Haftentlassung von Epstein, wirft nun aber Zweifel auf. Mette-Marit schrieb: «Ich habe dich nach der letzten Mail gegoogelt. Stimme zu, es sieht nicht besonders gut für dich aus.»
In ihren Mails tauschten sich Epstein und Mette-Marit über viele Themen aus, unter anderem über Bücher und über Belangloses. Aber auch über Frauen: Epstein sagte ihr, er sei auf der «Jagd nach einer Ehefrau».
Mette-Marit riet ihm dann: «Paris ist gut für Untreue, Skandinavien besser für Ehefrauen.»
Matte-Marit an Epstein: «Rette mich»
Auch mit Erziehungsfragen wandte sie sich an den verurteilten Sexualstraftäter. Sie fragte, ob es angemessen sei, als Mutter dem Sohn ein Poster mit nackten Frauen, die ein Surfbrett tragen, vorzuschlagen.
Sie erzählte ihm auch von Anlässen, die sie in ihrer Funktion als Prinzessin besuchte. So sei die Hochzeit eines Luxemburger Adligen «langweilig» gewesen. «Rette mich», schrieb sie Epstein. In einigen Mails bezeichnet sie den Geschäftsmann als «weichherzig», er sei «so ein Schatz».
Aus den Dokumenten geht hervor, dass die Kronprinzessin immer wieder den Kontakt zu Epstein suchte. «Du bringst mich immer zum Lächeln, weil du mein Gehirn kitzelst.»

2013 besuchte sie ihn gemeinsam mit einer Freundin und einem Meditationslehrer in seinem Haus in Palm Beach. Anschliessend schrieb sie ihm, sie habe «schon lange nicht mehr so viel Frieden gespürt». Einige Zeit später teilte sie ihm mit, dass sie «meinen verrückten Freund vermisse».
Bei den norwegischen Untertanen kommen die neuen Enthüllungen nicht gut an: In einer Umfrage der Zeitung «VG» finden 44 Prozent der Leser, dass Mette-Marit nicht Königin werden könne. Knapp ein Drittel will sie weiterhin eines Tages auf dem Thron sehen.
Parlament lehnt Abschaffung der Monarchie ab
Die Stiftung «Sex og samfunn», die sich um Aufklärung bemüht, hat die Schirmherrschaft von Mette-Marit aufgekündigt. Andere Organisationen sollen ähnliche Schritte prüfen.
Diskutiert wird auch, ob die Kronprinzessin ihre Titel verlieren soll. In England wurde diese Massnahme beim ehemaligen Prinzen Andrew Mountbatten Windsor ergriffen. Wie es in Norwegen funktionieren soll, wo Mette-Marit eines Tages Königin wird, ist unklar.
Das Parlament sprach sich am Dienstag aber für die Monarchie aus. Ein Vorschlag, diese abzuschaffen, wurde abgelehnt.

















